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Krimi um ermordetes Austro-Paar

Doppelmord in Spanien

Krimi um ermordetes Austro-Paar

Es waren Mitarbeiter einer Instandhaltungsfirma, die Mittwoch, gegen 10 Uhr morgens, Alarm schlugen. Sie fanden das Haus in Bonares im spanischen Andalusien, in dem seit bereits 15 Jahren ein pensioniertes österreichisches Ehepaar (beide 70 Jahre alt) lebt, verschlossen vor.

Den Beamten bot sich im
Haus ein Bild des Grauens

Trotz mehrmaligem Klingeln öffnete niemand, obwohl das Auto der Bewohner auf dem Parkplatz vor dem Tor stand. Den Arbeitern fiel auch der Hund auf, der ratlos im Garten herumlief. Sie riefen sofort die Polizei.

Den Beamten bot sich ein Bild des Grauens: Sie fanden die Senioren blutüberströmt auf dem Boden liegend. Schwere Kopfverletzungen deuteten auf heftige Schläge hin. Ihre Körper waren zudem mit Blutergüssen übersät. Sofort wurden Mordermittlungen aufgenommen.

Identifizierung. Die Eheleute, die ein ruhiges Leben geführt hatten, sollen laut Sicherheitsstadtrat von Bonares, Juan Jaén, wenig Kontakt zu den Nachbarn gehabt haben und das Landhaus vor 15 Jahren käuflich erworben haben. Der Sohn der Opfer ist bereits nach Bonares gereist, um seine Eltern zu identifizieren.

Wollte der Täter den Tresor der Opfer knacken?

Die spanische Zeitung ­Huelva Información berichtet, dass die Österreicher erst vor wenigen Wochen Opfer eines Einbruchs geworden waren. Sie hätten den Diebstahl eines Tablets bei der Polizei gemeldet, das aus ihrem Haus gestohlen worden war.

Die Ermittler glauben, dass der Diebstahl des Elektrogeräts ein Versuch gewesen sein könnte, an die Codes für den Tresor im Haus zu kommen. Es ist möglich, dass der Täter beim erneuten Versuch, ins Haus zu gelangen, diesmal auf seine Opfer getroffen ist …(lae)

Außenministerium: "Spanier machen gerade umfassende DNA-Test"

Im Interview mit ÖSTERREICH erklärt der Sprecher des Außenministeriums Thomas Schnöll was über die Tat bekannt ist.

ÖSTERREICH: Was ist dem Außenministerium über den mysteriösen Todesfall in Bonares bisher bekannt?

Thomas Schnöll: Derzeit können wir nur bestätigen, dass es sich bei den Opfern um Österreicher handelt.

ÖSTERREICH: Was sagen die spanischen Behörden?

Schnöll: Die spanischen Behörden sind mit den Informationen derzeit sehr zurückhaltend, aber unsere Botschaft steht mit ihnen in Kontakt.

ÖSTERREICH: Wie wird es jetzt weitergehen?

Schnöll: Derzeit führen die spanischen Behörden umfassende DNA-Analysen durch. Ich rechne damit, dass das Außenministerium anschließend erste Informationen übermittelt bekommen wird.

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