Kronzeugin belastet Kampusch-Mutter

MADONNA-Interview

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Kronzeugin belastet Kampusch-Mutter

In einem Interview mit dem Frauenmagazin MADONNA sagt Anneliese Glaser, einst enge Vertraute der Familie Sirny und bis heute die Nachbarin von Nataschas Mutter, dass sowohl Natascha Kampusch als auch deren Mutter Brigitta Sirny bereits vor der Entführung Kontakt zu Wolfgang Priklopil gehabt haben könnten.

"Riesenkrach"
Glaser gilt als eine der wichtigsten Schlüsselfiguren für die Kriminalpolizei. "Natascha war an dem Abend vor ihrem Verschwinden bei mir, ihre Mutter holte sie ab", erzählt Glaser in MADONNA. "Es gab einen Riesenkrach, es war fürchterlich". Glasers akribisch geführtes Tagebuch ist nun Gegenstand der neuen Ermittlungen. Schwere Vorwürfe erhebt sie vor allem gegen Sirny, in deren Geschäft sie vor Nataschas Entführung arbeitete. "Natascha hat zu Hause sehr glitten, ihrer Mutter ging es immer nur ums Geld."

"Muss mich ständig verteidigen, weil ich bin wie ich bin"
Unterdessen gab Natascha Kampusch der "Süddeutschen Zeitung" ein Interview, anlässlich des baldigen dritten Jahrestages ihrer Flucht. Ich muss mich ständig verteidigen, weil ich bin wie ich bin" - In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe) "Heute bin ich Hexe, morgen Prinzessin", kritisierte Kampusch eine "Art Okkupation" durch Medien wie unmittelbar nach ihrer Befreiung am 23. August 2006. "Ich fühle mich wie eine Pflanze, die irgendwohin geschwemmt wird, kurzfristig Wurzeln fasst, dann weiter treibt."

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