Kuba-Drama: Österreicherin auf Intensivstation

Busunfall

Kuba-Drama: Österreicherin auf Intensivstation

Nach dem Unfall eines Touristenbusses auf der Karibikinsel Kuba hat sich eine Oberösterreicherin am Dienstag weiter auf der Intensivstation des Krankenhauses in der zentralkubanischen Stadt Sancti Spiritus befunden. Die Frau aus dem Innviertel wurde bei dem Unfall am Samstagnachmittag (Ortszeit) lebensgefährlich verletzt. Ihr Mann (63) und der Buschauffeur (37) starben bei dem Unglück.

Rückflug für zwei Österreicher vorbereitet
"Die Frau liegt weiterhin schwer verletzt auf der Intensivstation des Krankenhauses", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Thomas Schnöll, zur APA. Familienmitglieder haben sich auf den Weg nach Kuba gemacht. Zwei Österreicher - neben dem Ehepaar aus dem Innviertel waren zwei weitere Oberösterreicher und zwei Paare aus der Steiermark bzw. Tirol an Bord des Busses - befanden sich ebenfalls noch im Krankenhaus. Laut Schnöll wurde für sie der Rückflug vorbereitet, "sobald sie transportfähig sind".

Vier heimische Touristen setzten laut dem Außenamtssprecher die Reise mit den anderen Businsassen fort, "um das Trauma gemeinsam zu verarbeiten". Schnöll lobte ausdrücklich die medizinische Betreuung durch die kubanischen Ärzte und Pfleger. Auch von der Ausstattung steht offenbar alles Notwendige zur Verfügung.

15 Businsassen konnten Krankenhaus verlassen
Laut dem Reiseveranstalter Thomas Cook haben bisher 15 der Businsassen das Krankenhaus verlassen. Neben den insgesamt acht Österreichern befanden sich Touristen aus Deutschland an Bord. Insgesamt waren 27 Urlauber in dem Bus unterwegs. Die 15 wurden demnach nach Varadero in Hotels gebracht. Varadero ist der wichtigste Urlaubsort für Pauschaltouristen auf Kuba mit zahlreichen Unterkünften. Dort könnten die Urlauber optimal betreut werden, sagte ein Thomas-Cook-Sprecher. Neben zwei psychologisch geschulten Mitarbeitern sind auch Angehörige nach Kuba gereist. Gespräche bezüglich einer Rückführung würden laufen.

Unfall durch Lastwagen ausgelöst
Der Unfall des Busses mit Rundreise-Kunden von Thomas Cook und Neckermann Reisen wurde bei der Ortschaft Jatibonico von einem Lastwagen ausgelöst. Der Lkw touchierte mit seinem Auflieger-Anhänger eine Eisenbahnbrücke. Offenbar hatte der Fahrer den Warnhinweis übersehen, der die Durchfahrt für Fahrzeuge mit mehr als 4,20 Metern Höhe untersagt. Der Container stürzte daraufhin auf den Bus.

Die Urlauber hatten die "Große Cuba-Rundreise ab Santa Clara oder Varadero/Havanna" vom 28. März bis zum 4. April 2016 gebucht. Besorgte Angehörige erhalten über eine Hotline aktuelle Informationen über das Unglück, unter 0800-100-353 für Österreich und 0800-555-28-28 für Deutschland.

Video zum Thema Busunglück in Kuba: Ein Österreicher tot
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