Schwierige Bergung

Schwierige Bergung

Leitung gekappt: Lkw wurde zur Stromfalle

Dramatische Szenen spielten sich Mittwochnachmittag an einem Bahnübergang in Wildon (Bezirk Leibnitz) ab.

Lkw-Fahrer Josef P. (37) war gemeinsam mit dem Praktikanten Tobias F. (15) gegen 15.40 Uhr auf dem Rückweg von einer Baustelle. Die Mitarbeiter einer Spezialfirma hatten übrig gebliebene Rohre geladen. Dabei dürfte dem Monteur ein folgenschwerer Fehler unterlaufen sein. Der hydraulische Ladekran war nicht eingefahren worden und verfing sich in der 15.000-Volt-Fahrleitung der ÖBB. Der 37-Jährige bewies Geistesgegenwart: Er und sein junger Begleiter blieben im Führerhaus sitzen und riefen per Mobiltelefon um Hilfe.

Richtig reagiert
„Nicht auszudenken, wenn die beiden ausgestiegen wären. Sie hätten vermutlich einen tödlichen Stromschlag abbekommen“, schildert ein Feuerwehrmann die Situation vor Ort. Geschützt durch den sogenannten Faradayschen Käfig im Lastwagen mussten die Unglücksraben rund eine Stunde in ihrem „Gefängnis“ ausharren. Die 15-kV-Leitung war zwar abgeschaltet, aber der Boden rund um den Laster stand nach wie vor unter Spannung. Entsprechend schwierig gestaltete sich die Bergung. Ein Spezialtrupp der ÖBB musste die Leitung erden und einen beinahe umgerissenen Mast sichern. Dann konnten die Steirer gefahrlos und unverletzt aussteigen.

Bahnsperre
Die Bahnstrecke von Graz nach Spielfeld wurde allerdings stark beschädigt. Es musste ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Erst Donnerstagvormittag wurden die Reparaturarbeiten abgeschlossen.

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