Liebeskranker weiter in Lebensgefahr

Schüsse in Bruck/Mur

Liebeskranker weiter in Lebensgefahr

Nach dem Schussüberfall auf eine 49 Jahre alte Frau im obersteirischen Bruck/Mur am Mittwochnachmittag sei "der Fall für uns glasklar", so Oberst Alois Eberhart von der Landeskriminalabteilung Steiermark am Donnerstag. Zwei Zeugen hätten den Tatablauf genau beschreiben können, eine kurze Befragung des durch die Schüsse des mutmaßlichen Täters schwer verletzten Opfers habe ein rundes Bild ergeben. Laut Aussagen der verheirateten Frau habe der Mann eine Beziehung gewollt, sie aber nicht, weshalb er auf sie geschossen hatte.

Der 55-jährige Obersteirer und die 49-Jährige, die in einem Altenwohnheim arbeitet, hatten sich schon länger gekannt, da sie in in derselben Siedlung in einem Mehrparteienhaus wohnen - sie mit ihrer Familie, der Mann alleine. Am Mittwoch lauerte der Mann der Frau dann in der Flurgasse in Bruck/Mur auf, als sie mit einer 91-jährigen Bewohnerin des dortigen Altenheimes zu einem Spaziergang aufbrechen wollte. Er lief auf die beiden Frauen zu und schoss mit beiden Pistolen aus größerer Entfernung auf die 49-Jährige, insgesamt sechsmal. Dabei traf er ihr linkes Handgelenk, die Frau lief im Zickzack davon, in Richtung Parkplatz eines Supermarktes, wo Passanten die Polizei alarmierten und ihr Erste Hilfe leisteten.

Opfer erlitt Streifschuss
Der mutmaßliche Täter verfolgte sie nicht weiter, er richtete eine der Waffen gegen sich selbst und schoss sich in den Kopf. Sein Zustand sei nach wie vor lebensbedrohlich, sagte Eberhart. "Es grenzt an ein Wunder, dass weder die ältere Dame noch andere Menschen auf der Straße oder dem Supermarktparkplatz getroffen wurden", so der Oberst. Das Opfer hingegen hatte im Weglaufen noch einen Streifschuss an der Hüfte erlitten. Am Donnerstagnachmittag sollte die Frau noch einmal befragt werden, auch soll durch eine Begehung des Tatortes und der unmittelbaren Umgebung die restlichen Projektile gefunden werden. Man habe durch die Zeugen, die das Geschehen vom Balkon aus beobachtet hatten, aber schon ein umfassendes Bild vom Tatablauf.

Bei den Waffen - der Obersteirer hatte sie illegal besessen und keine entsprechenden Dokumente - handelt es sich um alte Pistolenmodelle. Die Waffe vom Kaliber 7,65 mm ist eine Zastava aus Ex-Jugoslawien, bei der 9 mm-Pistole handelt es sich um ein sehr seltenes Modell ohne Herkunftsbezeichnung aus dem früheren Ostblock.

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