Lokalaugenschein am Israilov-Tatort

Tschetschenen-Prozess

© AP

Lokalaugenschein am Israilov-Tatort

Die Geschworenen im Israilov-Prozess konnten sich am Dienstagvormittag - schwer bewacht von einem Großaufgebot der Polizei - ein optisches Bild vom Tatort in Wien-Floridsdorf machen. Hier war vor fast genau zwei Jahren, am 13. Jänner 2009, der Tschetschene erschossen worden. Nicht viel Erhellendes ergaben jedoch die Aussagen jener zwei Angeklagten, die damals dabei waren.

Fragen zu den Autos
Die Fragen, die der Vorsitzende Friedrich Forsthuber an Suleyman D. und Turpal-Ali Y. richtete, drehten sich vor allem darum, wann sie wo in welchem Auto gesessen, wo diese ab- und umgestellt wurden, bzw. wo sie sich befanden, als die Schüsse fielen. Ersterer verfügt offenbar über ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis, da er vor der Bluttat die meiste Zeit in Morpheus Armen verbracht haben will.

Suleyman D. wartete auch mit neuen Antworten auf alte Fragen auf: Während er früher zugegeben hatte, in den Tagen vor dem Mord, Israilov observiert zu haben, sagte er jetzt aus, sich nur mit diesem getroffen zu haben. Turpal-Ali Y. wiederum will von der riesigen Aufregung auf der Leopoldauer Straße, als Israilov um sein Leben rannte, Schüsse fielen und die wilde Jagd auch den Verkehr zum Erliegen brachte, zunächst nicht mitbekommen haben.

Diashow Lokalaugenschein im Israilov-Prozess
Lokalaugenschein im Israilov-Prozess

Lokalaugenschein im Israilov-Prozess

Die mutmaßlichen Täter werden zum Tatort geführt.

Lokalaugenschein im Israilov-Prozess

Lokalaugenschein im Israilov-Prozess

Unterdessen sichert die schwer bewaffnete Justizwache das Areal ab.

Lokalaugenschein im Israilov-Prozess

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Staatsanwalt Bien (l.) & Richter Forsthuber (r.) sind die Masterminds hinter diesem Lokalaugenschein.

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Lokalaugenschein im Israilov-Prozess

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Nicht befragt wurde der 42-jährige Otto K. Der soll zwar laut Anklageschrift "die Gesamtverantwortung für die Operation, deren logistische Vorbereitung und Koordinierung" inne gehabt und "Kontakt zur tschetschenischen Führung" gehalten haben, war jedoch bei dem eigentlichen Mord nicht dabei.
 

So dürfte sich - laut Anklage - der Mord abgespielt haben
Nach Ansicht der Anklage soll sich der Mord an dem Asylwerber Umar Israilov folgendermaßen abgespielt haben: Am 13. Jänner 2009 fuhren Suleyman D. und Letscha B. von St. Pölten nach Wien. Bereits um 5.00 Uhr kontaktierten sie den Drittangeklagten Turpal-Ali Y., wie sich aus der Rufdatenerfassung ergab.

Mit zwei Autos wurde rund um die Wohnung Israilovs in Floridsdorf Position bezogen. Kurz vor 12.00 Uhr überschlugen sich die Ereignisse: Israilov verließ seine Wohnung, ging aber nicht, wie von den mutmaßlichen Tätern erwartet, auf der Leopoldauer Straße stadteinwärts, sondern begab sich in entgegengesetzter Richtung zu einem Supermarkt in der Nähe. Die Autos wurden laut Anklage schnell umgestellt, vor dem Supermarkt in einer Nische erneut Position bezogen.

Als Israilov aus dem Eurospar kam, folgte der erste Angriff. Laut Staatsanwalt wollten sich Letscha B. und Turpal-Ali Y., beide mit silberfarbenen Pistolen bewaffnet, auf das Opfer stürzen, doch Israilov schleuderte seinen Einkauf Letscha B. ins Gesicht und rannte um sein Leben. Doch die beiden Widersacher verfolgten ihn, nachdem sie ein erstes Mal geschossen hatten. Ein zweiter Schuss, der nicht traf, folgte auf Höhe der Leopoldauer Straße 19. Einer der beiden stellte laut Anklage Israilov bei der Einmündung in die Ostmarkgasse und verpasste ihm vier Schläge auf den Hinterkopf. Israilov konnte sich noch einmal losreißen und flüchtete in die Ostmarkgasse.

Auf Höhe des Hauses Nummer 2 kam aber das Ende. Der Anklage zufolge war es aller Wahrscheinlichkeit nach Letscha B., der dreimal feuerte und ebenso oft traf.

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