Lokführer bei beiden Zugunfällen im Dienst

Vorarlberg

© APA/DIETMAR STIPLOVSEK

Lokführer bei beiden Zugunfällen im Dienst

Eine Woche nach den Zugunfällen auf der Bahnstrecke zwischen Lochau und Bregenz wurden am Sonntag neue Details bekannt. Wie das ORF Landesstudio Vorarlberg berichtete, tat in beiden Fällen derselbe Lokführer Dienst.

Der erfahrene Lokführer könne wahrscheinlich in beiden Fällen nichts dafür, so ÖBB-Pressesprecher Rene Zumtobel. Nach dem ersten Vorfall am Freitag meldete der 45-Jährige, der in der Früh einen Regionalzug fuhr, seine Vermutung vorschriftsmäßig der ÖBB-Leitstelle Innsbruck: Er hatte eine Erschütterung wahrgenommen. Die Strecke wurde abgesucht - jedoch ohne Ergebnis.

Für die ÖBB war der Vorfall damit abgeschlossen, so Pressesprecher Rene Zumtobel. Es habe keinen Grund gegeben, den Lokführer außer Dienst zu stellen. Wie sich später herausstellte, war am Freitagmorgen ein 18-Jähriger aus Wolfurt von einem Zug erfasst und getötet worden.

Stunden später suchte ein Polizeiteam die Bahnstrecke erneut ab. Die ÖBB seien entsprechend informiert worden, so die Polizei. Bei den ÖBB sei die Meldung nicht bis an den Lokführer weitergeleitet worden, sagte ÖBB-Gewerkschafter Lerch. Der Lokführer habe den Eurocity ahnungslos in Lindau übernommen.

Dies führte schließlich zu einem zweiten Bahnunfall, bei dem zwei Polizisten und ein Leichenbestatter getötet wurden. Die drei Menschen waren gerade mit der Bergung der Leiche des Wolfurters und der Spurensicherung beschäftigt, als sie von dem Eurocity-Zug erfasst wurden. Die Suche nach der Fehlerquelle läuft.

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