1. Grippe-Tote

© Alto Adige

"Martina war immer ein Sonnenschein"

„Lange, schwarze Haare, dunkle Augen, fröhlich und immer ein Sonnenschein. Sie war die Lebensfreude in Person.“ Massimiliano Zanellini, der Onkel der am Montag in Innsbruck verstorbenen Martina Zanellini (11), kämpft mit den Tränen, als er sich im Interview mit der Tageszeitung Alto Aldige an seine Nichte erinnert.

Welt bricht zusammen
Zanellini: „Ihr Vater Dario hat mich am Montag angerufen und gesagt, dass seine einzige Tochter nicht mehr lebt. Innerhalb weniger Sekunden ist unsere Welt zusammengebrochen. Was soll ich sagen, es ist furchtbar.“ Er erzählt, dass alles ganz plötzlich zwischen dem 18. und 19. Oktober begonnen hat. „Martina, die niemals krank war, fühlte sich nicht wohl. Plötzlich bekam sie hohes Fieber. Der Kinderarzt hat sie untersucht und gesagt, dass die halbe Stadt mit Grippe im Bett liegt.“

Am darauffolgenden Donnerstag habe sich ihr Zustand so verschlechtert, dass Martina von den Eltern in die Notaufnahme gebracht wurde. Ihr Onkel: „Die Diagnose war beidseitige Lungenentzündung. Ein Kinderarzt hat gleich gewusst, dass es sich um Schweinegrippe handelt und ihr starke Medikamente verschrieben.“ Dann sei sie auf die Intensivstation verlegt und künstlich beatmet worden. Martinas Zustand besserte sich nicht, ein Transport in die Uniklinik Innsbruck wird organisiert. Längst sind es nicht nur die Lungen, sondern auch die Nieren, die Leber und das Herz, die nicht mehr arbeiten. Zanellini: „Die Ärzte haben verzweifelt gekämpft und ihr sogar experimentelle Medikation verabreicht. Sie waren grandios. Doch nichts hat genützt. Die Grippe hat den Kampf gewonnen.“

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