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Mathe-"Nobelpreis" für Österreicher

Höchste mathematische Ehren für einen Österreicher. Während wir im PISA-Test immer schlechter abschneiden, zeigt Martin Hairer (38) vor, wie es geht: Als erster Österreicher bekam er die renommierte Fields-Medaille. Sie wird als der „Nobelpreis der Mathematik“ gehandelt und nur alle vier Jahre vergeben. „Eine super Sache“ sei sein Erfolg, freut sich Hairer.

Dementsprechend gut auch die Dotierung: 10.000 Euro gab es am Mittwoch oben drauf. Bekommen hat Hairer den Preis für seine Leistungen im Bereich der „stochastischen partiellen Differenzialgleichungen“. Sie helfen zum Beispiel, die Bewegungen von Fließwasser zu simulieren. Verliehen wurde der Preis auf dem Internationalen Mathematiker-Kongress in Seoul. Erstmals wurde mit Maryam Mirzakhani auch eine Frau ausgezeichnet.

Stammbaum. Sein wissenschaftliches Interesse war Hairer in die Wiege gelegt: Er kam als Sohn des Uni-Professors Ernst Hairer auf die Welt. Jetzt tritt er in seine Fußstapfen. Doch das Handwerkszeug lernte der Sohn nicht in Österreich: In Genf aufgewachsen, lehrte Martin Hairer nach Studien in Physik und Mathematik zunächst in der Schweiz. Dann ging er nach Großbritannien, wo er jetzt Professor ist. Eine Laufbahn in Österreich? Für den Spitzenforscher nie ein Thema.

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