Mord in Favoriten: Es ging um die Kinder

Wien

Mord in Favoriten: Es ging um die Kinder

Nach dem Mord an einer Frau (38) und dem Selbstmord des Täters (39) am Sonntag in Wien-Favoriten brachte nun die Einvernahme des Sohnes der Frau Aufschluss über den Grund für die Streitigkeiten zwischen dem Ex-Paar. Es hat sich um einen Sorgerechtsstreit um die beiden gemeinsamen Töchter gehandelt, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger.

Die Frau und der Mann hatten zwei Mädchen im Alter von vier und fünf Jahren. Die beiden kleinen Schwestern kommen laut Jugendamt zu einer in Wien lebenden Schwester des Opfers.

Täter wegen häuslicher Gewalt schon in Haft
Der blutige Showdown am helllichten Tag hatte bereits eine gewalttätige Vorgeschichte: So kam es vor einem Jahr zur Trennung zwischen den beiden Lebenspartnern und Eltern zweier kleiner Mädchen im Alter von vier und fünf Jahren – Lucia hat überdies aus einer früheren Beziehung einen 19-jährigen Sohn.

Vor einem Jahr jedenfalls wurde über den 39-jährigen Asylanten wegen gefährlicher Drohung und Körperverletzung gegen seine Lebensgefährtin ein Betretungsverbot verhängt. Überdies musste er deswegen sogar eine viermonatige Haftstrafe verbüßen.

Der Mann zog daraufhin in den 6. Bezirk, die Frau in eine Wohnung nahe des späteren Tatortes in Favoriten.

Tauziehen um zwei kleine Mädchen (4 und 5)
Sonntagabend trafen sich die beiden Ex-Partner in der Raaber-Bahn-Gasse – unklar ist, ob der Tschetschene die Frau abgepasst hat oder ob sie die Aussprache vereinbart haben. Augenzeugen berichten, dass die beiden nebeneinander auf dem Gehsteig gingen und mehr oder weniger laut miteinander ­redeten.

Plötzlich zückte der Mann eine Makarow-Pistole mit dem Kaliber 9 mm, die er nicht legal besaß, und feuerte auf Lucia K., die von zwei Kugeln getroffen zu Boden ging.

Augenzeugen sind geschockt

Besir F. (29, Foto) sah Sonntagabend die schreckliche Tragödie mit eigenen Augen. „Es war fürchterlich, alles voller Blut. Ich hatte Angst“, schildert der Anrainer das Geschehene. Er stand nur etwa einen Meter entfernt, als Aslan I. zur Pistole griff. Eine Nachbarin erzählt geschockt vom Mordopfer Lucia K.: „Sie war eine nette Frau. Ich habe Lucia erst vor einer Woche nach ihrem Freund gefragt, sie hat nur geantwortet: Geh, der ist dumm.“

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