Mordversuch:

Linz

© privat, APA/HERBERT P. OCZERET

Mordversuch: "Vater für mich gestorben"

ÖSTERREICH: Sechs Tage sind vergangen, seit dich dein Vater umbringen wollte. Wie geht es dir jetzt?
DANIJELA M.: Mein Kopf tut weh, ich habe ja ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Das blaue Auge ist da noch das Harmloseste.

ÖSTERREICH: An was kannst du dich noch erinnern?
DANIJELA M.: Ich bin ins Geschäft meiner Mutter und mein Vater war quasi als Überraschungsgast da. Er hat mich wieder auf Alen (Anm.: Danijelas Freund) angesprochen, dass ich ihn verlassen muss, weil er muslimisch ist und wir Katholiken sind. Dann kann ich mich nur noch an seine Hände erinnern, die auf mein Gesicht einschlugen. Ich bin ohnmächtig geworden, und als ich wieder zu mir kam, war die Polizei da.

ÖSTERREICH: Deine Mutter konnte dir nicht helfen?
DANIJELA M.: Nein, sie hat es versucht, aber er hat sich mit den Schlägen auf mich konzentriert.

ÖSTERREICH: Wusstest du schon vor der Beziehung, dass dein Vater mit einem muslimischen Freund nicht einverstanden ist?
DANIJELA M.: Ja, seit meiner Kindheit. Ich wusste aber nicht, wie heftig er darauf reagieren würde. Aber ich bin erwachsen, er hat sich nicht in mein Leben einzumischen.

ÖSTERREICH: Wirst du ihn in der Haft besuchen?
DANIJELA M.: Nein, er ist mir egal. Nach dem, was passiert ist, ist mein Vater für mich gestorben.

ÖSTERREICH: Wie lange wirst du im Krankenhaus bleiben?
DANIJELA M.: Ich weiß es nicht. Aber Alen ist jeden Tag bei mir.

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