Sonderthema:
Vater hält weiter fest zu seiner Tochter

Mutter erstochen

© TZ Österreich (Fuhrich)

Vater hält weiter fest zu seiner Tochter

Dieser Mann trägt ein schweres Los: Die Ehefrau getötet. Von der eigene Tochter, die er weiterhin liebt.

Man mag sich kaum vorstellen, was in Miroslav D. (54) vorgeht. Der biedere Maschinenbauschlosser aus Tschechien, der seit 13 Jahren in Österreich lebt, wurde an jenem schwarzen Tag im April von seinem Sohn Daniel (damals 12), dem jüngeren Bruder von Angelika, aufgeregt angerufen: Er konnte nicht in die Wohnung, etwas Schreckliches müsse passiert sein.

Verändert

Seit die blutige Wahrheit offenbar ist und Angelika in Haft sitzt, benötigt Daniel ständigen psychologischen Beistand. Auch der Vater hadert hart mit dem Schicksal und seiner Rolle, vielleicht zu wenig gegen die Spirale der Gewalt in seiner über alles geliebten Familie unternommen zu haben. Der Ehemann sucht die Schuld für die Eskalation großteils bei seiner Frau, die sich verändert hatte und mit ihrem Leben nicht mehr glücklich war: "Mit Angelika vertrug sich Svetlana immer weniger." Er hoffte vergebens, dass die Probleme sich von selbst wieder legen.
Miroslav D., der heute als Zeuge vor Gericht geladen ist, besuchte seine Tochter jede Woche in der Haft. Über das Verbrechen konnte er mit ihr aber noch nie reden. Er liebt seine "Große“ aber weiterhin und ist überzeugt, dass sie keine Mörderin ist, die Tat nicht von ihr geplant war. Ob ihm das Gericht folgt?

Autor: (kor)
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