Nach Bombenalarm bei Ikea

Besitzer des Koffers meldete sich

Nach dem Bombenalarm im Einrichtungshaus Ikea in Salzburg gestern, Samstag, am Nachmittag hat sich gegen Mitternacht der Besitzer des herrenlosen Koffers bei der Polizei telefonisch gemeldet. Er habe seinen Trolley entsorgen wollen und ihn deshalb neben einem Mülleimer im Haupteingangsbereich abgestellt, schilderte der Anrufer. Seinen Namen gab er nicht preis. Da der Verdacht bestand, es könnte sich ein Sprengstoff in dem Gepäckstück befinden, wurde das Möbelhaus vorübergehend evakuiert.

Wachdienst schlug Alarm
Ein Mitarbeiter des Wachdienstes schöpfte Verdacht, weil der kleine Koffer schon mehr als eine halbe Stunde lang beim Stiegenabgang zur Tiefgarage stand. Der Haustechniker alarmierte gegen 16.00 Uhr die Polizei. Mehrere hundert Personen, die sich zu dem Zeitpunkt in der Ikea-Filiale im Salzburger Stadtteil Taxham aufhielten, mussten um 16.28 Uhr das Haus verlassen. Die Evakuierung war innerhalb von fünf Minuten abgeschlossen. Nach einer Überprüfung durch Sprengstoffexperten stellte sich heraus, dass der schwarze Koffer, der nicht größer war als ein Handgepäckstück, leer war. Um 17.10 Uhr wurde die Evakuierung aufgehoben.

Kofferbesitzer rief am Abend bei der Polizei an
Der angebliche Besitzer hat sich gegen 23.20 Uhr von einer Telefonzelle aus bei der Polizei gemeldet. Er entschuldigte sich für den Polizeieinsatz, den er durch die "Entsorgung" ausgelöst habe. Von der Evakuierung habe er aus den Nachrichten erfahren, sagte er.

Polizei fahndet nach dem Anrufer
Die Polizei konnte den Standort der Telefonzelle orten. Es werde nun versucht, den Mann auszuforschen, um auch den Wahrheitsgehalt seiner Angaben zu überprüfen, erklärte Polizeisprecher Anton Schentz. Da der Koffer mit den Maßen 55 mal 36 mal 30 Zentimeter keine großen Verschleißerscheinungen aufwies, wird nicht ausgeschlossen, dass es sich um einen "Trittbrettfahrer" handelte: In Ikea-Filialen in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Belgien waren bereits Sprengsätze explodiert.

Kofferbesitzer drohen hohe Kosten
Falls der Unbekannte ausgeforscht wird, könnte ihn die "Entsorgung" teuer zu stehen kommen. Ikea kann zivilrechtlich gegen ihn vorgehen und auf Schadensersatz klagen - wegen Verdienstentganges und der Negativwerbung, die ein Bombenalarm mit anschließender Evakuierung mit sich zieht. Auch die Exekutive kann beim Verursacher des Fehlalarms - zumindest theoretisch - die Kosten für den Polizeieinsatz einfordern.

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