Nach Doppelmord: Keine weiteren Opfer

Wie Jack the Ripper

© mediabox.at/Schwarzl

Nach Doppelmord: Keine weiteren Opfer

Nach dem Mord an zwei Frauen in Rohrbach in Oberösterreich und der Festnahme des mutmaßlichen Täters gehen die Ermittler davon aus, dass es keine weiteren Opfer des 25-Jährigen gibt. Es seien andere Tötungsdelikte, bei denen ein Messer im Spiel gewesen sei, untersucht worden, aber keines passe zur Vorgehensweise des Verdächtigen. Der 25-Jährige soll im Laufe des Mittwoch an die Staatsanwaltschaft Linz überstellt werden, erklärte Hermann Feldbacher von der Sicherheitsdirektion.

Passen nicht zum Muster
Der 25-Jährige habe sich bei seinem Geständnis kooperativ gezeigt, so der Kriminalist. Man gehe daher davon aus, dass er auch weitere Delikte zugegeben hätte, wenn er sie begangen hätte. Dennoch wurden mehrere alte Fälle überprüft, unter anderem auch ein Doppelmord an zwei Männern in Linz-Urfahr. Im März 2008 waren in einer Wohnung die Leichen des 45-jährigen Besitzers und seines 51-jährigen Bekannten gefunden. Beide Tote wiesen Stichverletzungen auf, der Täter wird im Suchtgiftmilieu vermutet.

Aber weder dieser noch andere Fälle würden zum Muster des Verdächtigen passen, erklärte Feldbacher. Der 25-Jährige sei beide Male ähnlich vorgegangen. Er habe seine beiden ahnungslosen Opfer zunächst von hinten gewürgt - in einem Fall mit einem Schal, in einem mit einem Lederriemen. Erst als die Frauen bewusstlos oder möglicherweise sogar schon tot waren, habe er mit dem Messer auf sie eingestochen, so der Kriminalist. Beide Taten seien sexuell motiviert gewesen.

Gestörtes Verhältnis zu Frauen
Der Verdächtige wurde am Mittwoch weiter einvernommen. Er soll im Laufe des Tages an die Staatsanwaltschaft übergeben werden. Dann muss er innerhalb von 48 Stunden einem Richter vorgeführt werden, der über die Verhängung der U-Haft entscheidet, so Staatsanwalt Rainer Schopper. Auch ein Gutachten über die Zurechnungsfähigkeit des Mannes ist möglich.

Der 25-jährige beschäftigungslose Tischler war am Montag festgenommen worden. Er gab laut Polizei zu, vor etwa einer Woche eine 47-jährige Frühpensionistin getötet zu haben. Bei den Einvernahmen gestand er außerdem, im Vorjahr eine 60-jährige Frau in einem Wald erdrosselt zu haben. Beide Opfer hatten den Mann gekannt und in den selben Lokalen verkehrt. Die Kriminalisten gehen davon aus, dass bei dem 25-Jährigen ein gestörtes Verhältnis zu Frauen vorliegt.

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