Nachzipf für 34.000 Schüler

Ferienbeginn, aber:

Nachzipf für 34.000 Schüler

Großes Aufatmen: Seit Freitag sind 470.000 Schüler in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland in die großen Ferien gestartet. Kommenden Freitag gehen dann die restlichen 640.000 Schüler aus den anderen Bundesländern in die verdiente Ruhepause.

70.000 negative Noten werden heuer vergeben


Jetzt beginnt der große Run auf die Bäder und Eissalons. Getrübt ist das Summer-Feeling jedoch für etwa 70.000 Schüler – sie bringen negative Noten nach Hause.

  • Etwa 34.000 Schüler (Hochrechnung aus dem Bildungsministerium) wollen sich verbessern und lernen während der Ferienzeit für ihre Nachprüfungen (siehe auch Kasten unten).
  • Von diesen Betroffenen schaffen ungefähr drei Viertel die Wiederholungsprüfung – sie dürfen somit in die nächste Schulstufe aufsteigen.
  • 35.100 Schüler (3,4 %) werden laut der internen Er­hebung nicht in die nächste Schulstufe aufsteigen dürfen beziehungsweise ihre Schulausbildung nicht abschließen können.
  • An den Volksschulen sind das immerhin 1.700 Kinder (0,6 %).
  • 100 an Hauptschulen (1,3 %).
  • An Neuen Mittelschulen 4.600 Schüler (2,4 %)
  •  6.100 Teenager an den AHS-Oberstufen sind nicht aufstiegsberechtigt.

Mathe
Die Zahl der Negativnoten nach Schulfächern wird in Österreich nicht erhoben. Aufschluss darüber gibt aber eine Auswertung der Zentralmatura-Ergeb­nisse (2015):

  • Am schlimmsten ist Mathematik: 10,5 % fallen durch.
  • Englisch schaffen „nur“ 2,6 % nicht (1,6 % der Burschen und 3,3 % der Mädchen).

Großeltern übernehmen Betreuung

Sommer als Problem für Eltern: 68 % der Kinder werden jetzt von den Großeltern betreut. Nur 13 % gehen in ein Sommerlager.

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Teure Betreuung über den Sommer

Die meisten Familien geben pro Kind 100 bis 500 Euro für die Betreuung in der Ferienzeit aus. Aber: Schon knapp 15 % zahlen mehr als 500 Euro für das Sommer-Programm. 25 % sagen, das ist eine starke finanzielle Belastung.

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Experte Salcher: Elternliebe darf nicht an Noten hängen“

ÖSTERREICH: Ist den Kindern jetzt der Sommer verhagelt?

Andreas Salcher: Nein, sie sollten jetzt Pause machen, sich erholen und loslassen.

ÖSTERREICH: Wie können Eltern ihre Kinder unterstützen?

Salcher: Für Kinder ist das oft ein Schock. Eltern sollten ihnen klarmachen, dass es eine Chance ist, zu lernen mit Niederlagen umzugehen. Ganz wichtig: Das Kind muss spüren, dass die Elternliebe nicht an den Noten hängt.

ÖSTERREICH: Was, wenn mein Kind den Stoff nicht lernt?

Salcher: Wenn es trotz Bemühen ein Problem mit dem Verstehen gibt, ist es ratsam, professionelle Hilfe wie Nachhilfelehrer oder Lerninstitute zu holen. Auch weil Eltern die eigenen Kinder selbst nicht objektiv beurteilen können.

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