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Vater soll Stieftochter geschwängert haben

Martyrium einer 11-Jährigen

Vater soll Stieftochter geschwängert haben

Wie bereits berichtet, spielte sich die Familientragödie im südlichen Burgenland ab, wo ein gebürtiger Wiener in einem 200-Leute-Ort vor fünf Jahren einen Reifen-Felgen-Diskont eröffnete.

Das Anwesen der Familie ist von einem Elektrozaun umgeben, scharfe Hunde wachten darüber, dass niemand ungebeten hineinkam – aber auch niemand hinaus konnte.

Im Haus lebte der 30-jährige Andreas K. zuletzt mit seinem Vater, zwei kleinen Töchtern, seiner Lebensgefährtin Elisabeth M. (31) und deren Tochter Jacqueline (alle Namen geändert).

So sollte das Martyrium vertuscht werden
Das Unfassbare: Obwohl Andreas K. heuer wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes aus einer früheren Beziehung verurteilt wurde (er berief dagegen) und das Jugendamt in einem Gespräch Elisabeth über die Vorgeschichte ihres Freundes aufklärte, hielt sie zu ihm.

Viel schlimmer noch: Die 31-Jährige ignorierte nicht nur, dass der Mann ihre Tochter vergewaltigte, sondern dass sie dabei auch schwanger wurde. Dann dürfte die Frau auch noch bei der Hausgeburt geholfen haben, damit der Skandal nicht ruchbar wird.

Skandal um Geburt flog bei Nachbehandlung auf
Dann der absolute Wahnsinn: Zwei Tage nach der Geburt eines Mädchens durch ihre geschändete Tochter heiratete die Burgenländerin den mutmaßlichen Peiniger offenbar aus einem einzigen Grund: Die Ehe sollte der Beginn einer riesigen Vertuschungsaktion werden. Nach der Eheschließung hatten Andreas K. und Elisabeth M. wohl den Plan, das Neugeborene als ihr Kind auszugeben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Aufgeflogen ist das Ganze schließlich doch, als die verdächtigen Eltern mit Jacqueline zur Nachbehandlung nach der Niederkunft in ein Krankenhaus fuhren.

Die dortigen Ärzte schlugen nicht zuletzt aufgrund des jungen Alters der Patientin Alarm.
Der Stiefvater wurde Sonntagmittag im Spital verhaftet. Die Mutter der 11-Jährigen wurde auf freiem Fuß wegen des Vorwurfs des Quälens oder Vernachlässigens unmündiger Personen angezeigt. Alle Kinder wurden aus dem Haus geholt und sind in Betreuung.

Sozialarbeiterin Horvath: "Wir haben alle 4 Kinder aus dem Haus gerettet"

Aufmerksame Lehrer schlugen Alarm, weil das Mädchen nicht mehr mitturnte.

Die gute Nachricht vorneweg: „Der jungen Mutter und dem Kind geht es den Umständen entsprechend gut“, so Sozialarbeitern Bettina Horvath im ÖSTERREICH-Gespräch. Auch zwei weitere Geschwister müssen nicht mehr in das Horror-Haus zurückkehren. „Sie sind bei Pflegefamilien untergebracht“, so Horvath. Somit wurden mit dem Baby, das am 11. 11. auf die Welt kam, vier Kinder gerettet.

Der Fall sei ins Rollen gekommen, „weil das Mädchen in der Schule nicht mehr mitturnen wollte, stark zunahm und sich die Fehlstunden häuften“, betont die Sozialarbeiterin.

Sie war es übrigens auch, die die Mutter warnte, dass der mutmaßliche Sex-Täter sich schon öfter an Minderjährigen vergangen habe – doch sie wollte nicht hören.

(mem, lam, kor)

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