Noro-Viren im LKH Klagenfurt Noro-Viren im LKH Klagenfurt Noro-Viren im LKH Klagenfurt

Alarm in Kärnten

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Noro-Viren im LKH Klagenfurt

Nachdem das Robert-Koch-Institut in Berlin Anfang der Woche vor einem Rekordstand an Norovirus-Infektionen gewarnt hatte - die Mega-Epidemie sollte auch Österreich treffen- hat der ansteckende Magen-Darm-Erreger nun defintiv Österreich erreicht.

Wenn Sie Fragen zu dem Virus haben, schicken Sie uns ein E-Mail. Wir leiten alle Fragen an Experten weiter. Hier finden Sie dann die Antworten.

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Im Landeskrankenhaus Kärnten sind in der Männer-Neurologie Patienten isoliert worden. Ein Patient hatte das infektiöse Virus eingeschleppt und 20 weitere angesteckt, wie die "Kleine Zeitung" berichtet. Aus dem Krankenhaus gibt es dazu noch keine Auskunft. Besucher müssen dem Bericht zufolge drastische Hygienemaßnahmen auf sich nehmen: Mundschutz, Schutzmantel und Handschuhe sind unabdingbar. Die Hände müssen zwei Minuten lang mit Desinfektionsmittel gewaschen werden.

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Hoch ansteckendes Virus
Das Virus, das früher als Norwall-like-Virus bezeichnet wurde, ist sehr widerstandsfähig und hoch ansteckend, meist wird es von Mensch zu Mensch übertragen. Die massivste Verbreitung hat es deshalb in der kalten Jahreszeit zwischen Oktober und April. In Deutschland sorgt das Virus für Panik, bereits sieben Todesopfer forderte der rabiate Brechdurchfall seit Jahresbeginn. Leicht möglich also, dass die Epidemie auch zu uns überspringt.Seit 24. Juli 2006 herrscht bei uns Meldepflicht.

Übelkeit, Erbrechen und Schwindel sind die Symptome der Magen-Darm-Grippe. Es beginnt mit plötzlich einsetzender Übelkeit, Krämpfen, starkem Durchfall und Erbrechen. Und genau so schnell, wie das Noro-Virus einen Menschen schachmatt setzen kann, verschwindet es auch wieder. "Meistens ist alles in 24 bis 32 Stunden überstanden", sagt Experte Dr. Kurt Reising.

Brech-Durchfall
Diese Erkrankung ist zwar unangenehm, aber harmlos und verschwindet nach einigen Tagen ohne Behandlung von selbst. Bei Brech-Durchfall kommt es zu einem großen Verlust an Flüssigkeit und von Elektrolyten. Hier helfen alte Hausmittel sehr gut: Saft und Salzstangerl. Der Saft gleicht den Wasserverlust aus, und das salzige Knabbergebäck den Elektrolytverlust. Wenn die Übelkeit besonders stark ist, tut ein Kamillentee wahre Wunder. Leiden Sie besonders an Bauchkrämpfen, dann legen Sie sich mit einer Wärmeflasche ins Bett. Generell empfiehlt sich Bettruhe, um so schnell wie möglich wieder fit zu sein.

Haltet der Durchfall und das Erbrechen aber länger als 48 Stunden an, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Vor allem sehr junge und sehr alte Menschen sind besonders gefährdet. "Ältere oder chronisch kranke Menschen, die mehr als zehnmal am Tag zur Toilette müssen, sollten eventuell stationär behandelt werden", rät Reising. Und: Sinnvoll sei es, Massenveranstaltungen zu meiden, da das Virus sich sehr schnell ausbreite.

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