ÖBB-Züge sollen schneller und pünktlicher sein

Umfrage

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ÖBB-Züge sollen schneller und pünktlicher sein

Bei der Umfrage des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wurden 19.809 Passagiere befragt. 74 Prozent sahen in den vergangenen zwölf Monaten Verbesserungen bei den ÖBB, wobei Pendler kritischer urteilten. Von der kommenden Regierung erwarten 80 Prozent mehr Einsatz für den öffentlichen Verkehr.

"Dank" hoher Spritpreise mehr Bahn-Nutzer
Aufgrund der steigenden Spritpreise steigen mehr Menschen auf Schienen um. Für 57 Prozent der Befragten waren die im Vergleich zum Autofahren niedrigeren Kosten ein Mitgrund für das Zugfahren. Martin Blum vom VCÖ plädierte deshalb dafür, "dass die vorhandenen Engpässe, etwa bei der Infrastruktur, rasch beseitigt werden". Vorrangig solle der Nahverkehr verbessert werden.

Drei Viertel der Fahrgäste halten laut der Studie schnelle und pünktliche Zugverbindungen für besonders wichtig, um das Bahnfahren attraktiver zu machen. Für zwei Drittel der Befragten sind zudem häufigere Verbindungen, vor allem am Abend, sowie gute Anschlüsse sehr wichtig. Ein guter Handy-Empfang macht das Bahnfahren hingegen für nur ein Drittel der Passagiere attraktiver.

Notenschnitt 2,2 für ÖBB
Die derzeitige Leistung der ÖBB wurde mit der Note 2,2 beurteilt. Zufrieden zeigten sich die Befragten mit der Freundlichkeit und Kompetenz sowohl des Zug- als auch des Schalterpersonals. Auch die Internet-Fahrplanauskunft und die Kartenautomaten wurden gut bewertet. Verbesserungsbedarf sahen die Gäste dagegen bei der Information über Verspätungen und Anschlüsse an Busse, ebenso bei Heizung und Klimaanlagen. Die Einführung der rauchfreien Züge stieß auf Zustimmung. Für diese gab es das beste Urteil des Tests, nämlich die Note 1,6.

Bei der Entwicklung der ÖBB in den vergangenen zwölf Monaten wurden die stärksten Verbesserungen bei der Qualität der eingesetzten Waggons registriert. 47 Prozent waren der Meinung, dass es in diesem Punkt eine Steigerung gab, weitere 31 Prozent sahen teilweise Verbesserungen. Bei der Pünktlichkeit machten 41 Prozent Fortschritte und 38 Prozent teilweise Steigerungen aus. Am schlechtesten schnitt die Häufigkeit der Zugverbindungen ab. Nur 31 Prozent gaben an, Verbesserungen bemerkt zu haben, 37 Prozent registrierten eine teilweise Weiterentwicklung.

Tägliche Bahnfahrer beurteilen schlechter
"Generell fällt auf, dass Personen, die täglich mit der Bahn fahren, die Leistungen etwa schlechter beurteilen", so Blum. Während in Summe 74 Prozent zumindest teilweise Verbesserungen bei den ÖBB in den vergangenen zwölf Monaten ausmachten, waren es bei den Pendlern nur 70 Prozent. Gerade Pendler würden von einer Nahverkehrsoffensive besonders profitieren, betonte Blum.

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