ÖSTERREICH-Interview mit dem Gerüst-Opfer

Holzplatten krachen auf Mann

ÖSTERREICH-Interview mit dem Gerüst-Opfer

Schlampig gearbeitet oder keine Chance gegen übermächtige Sturmböen? Diese Frage wird die Staatsanwaltschaft beantworten müssen.

Fest steht auf jeden Fall, dass ein 45-jähriger Wiener am Mittwoch in der Wiener Luxus-Meile im noblen ersten Bezirk am Kohlmarkt knapp mit dem Leben davongekommen ist. Das Holzgerüst vor dem Edel-Shop Salvatore Ferragamo stürzte ein, begrub den Passanten. „Ich war spazieren, es war sehr stürmisch, da sah ich es im Augenwinkel auf mich zukommen“, sagte das Gerüst-Opfer am Donnerstag im Gespräch mit ÖSTERREICH.

Um Hilfe gerufen
Die fatale Folge: Thomas Z. erlitt Kopfverletzungen musste später im Krankenhaus behandelt werden. „Ich habe von meinen Verletzungen und dem Blut erst gar nichts mitbekommen. Ich war aber überrascht, dass mir sofort Passanten zu Hilfe gekommen sind“, so der Akademiker, der mit einem Turban schon in die häusliche Pflege entlassen wurde.

Naturgewalt
Lokalaugenschein Donnerstag am Kohlmarkt. Die Arbeiter von Baumeister Christian Zangerle hämmern und schrauben, bauen das meterhohe Holzgerüst wieder auf. „Es tut mir leid, was passiert ist“, sagte Zangerle: „Erstens ist es tragisch, dass jemand verletzt wurde und zweitens ist es auch bitter für die Arbeiter, wenn sauber gearbeitet wird und einem die Natur mit solchen Sturmböen einen Strich durch die Rechnung macht.“

ÖSTERREICH: Wie geht es Ihnen?
THOMAS Z.:
Schon besser, der Kopf brummt zwar noch ein wenig, aber ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist.

ÖSTERREICH: Können Sie sich noch erinnern, was genau passiert ist?
THOMAS Z.:
Ja, ich sah es im Augenwinkel auf mich zukommen und habe zum Glück sofort reflexartig eine Abwehrbewegung gemacht.

ÖSTERREICH: Und dann?
Thomas Z.:
Es war aber so wuchtig, dass ich trotzdem zu Boden krachte und unter dem Holz lag.

ÖSTERREICH: Wie ging es weiter, wurden Sie bewusstlos?
Thomas Z.:
Nein, ich habe laut um Hilfe geschrien.

ÖSTERREICH: Hatten Sie gar keine Schmerzen?
Thomas Z.:
Ich habe von meinen Verletzungen erst gar nichts mitbekommen. Ich war überrascht, dass mir sofort Passanten zu Hilfe gekommen sind. Ein Arbeiter hatte einen Verbandskasten. Dann bin ich ins Krankenhaus gekommen. Dort wurde ich genäht.

Autor: M. Lassnig
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