ÖSTERREICH hat Notiz mit „Karadzic

Rätsel gelöst?

ÖSTERREICH hat Notiz mit „Karadzic"-DNA

Die heikle Causa ist derzeit angeblich Thema Nummer Eins bei Polizei und Innenministerium: Hat die Wiener Polizei am 4. Mai 2007 den Kriegsverbrecher Radovan Karadzic in Handschellen abgeführt, zwei Stunden verhört – aber seine wahre Identität nicht entdeckt? In den nächsten Tagen sollen DNA-Spuren aus Karadzics mutmaßlicher Unterkunft in der Märzstraße 148 in Wien 14 geprüft werden.

Beweisstücke
Rudolf Gollia, Sprecher des Innenministeriums, erklärt im Gespräch mit ÖSTERREICH: „Wir können weiter nicht ausschließen, dass Karadzic in Wien war. Es verdichtete sich die Annahme, dass er in Wien war, weil einige Polizeibeamte sagen, dass Petar Glumac, der in der Wohnung angetroffen wurde, so aussieht wie Karadzic bei der Festnahme. Solange wir aber keine Fingerprints, DNA-Spuren oder konkreten Aussagen haben, lässt sich das nicht beweisen.“

Das zentrale Beweisstück dazu ist ein von „Opa Pera“ mit Handschrift verfasstes Heilkräuterrezept (siehe oben). Es liegt im Original ÖSTERREICH vor – und könnte das Rätsel klären:

  • Darauf befinden sich noch Fingerabdrücke.
  • Jedenfalls könnte ein grafologisches Gutachten klären, ob es sich um die Karadzic-Handschrift handelt.
  • Und: Auf dem Zettel dürften sich auch DNA-Spuren von Karadzic finden, etwa Hautschuppen.

Bisher allerdings wollte die Notiz niemand haben ...

Spuren könnten sich immer noch in der Wohnung in der Märzstraße befinden. Schon ein Haar würde ausreichen, um die Identität zu 100 Prozent festzustellen. Noch immer befinden sich auch Kräuterschachteln von Opa Pera in der Wohnung. Darauf könnten sich Fingerabdrücke befinden.

Verwirrende Meldungen
Fakt ist: Donnerstag erklärte die Nachrichtenagentur APA um 18.56 Uhr in einer Eilmeldung: „Innenministerium bestätigt: Karadzic war in Wien.“ Gollia erklärt nun aber gegenüber ÖSTERREICH: „Ich habe noch nie bestätigt, dass er hier war, auch noch nie dementiert. Die APA hat das leider in der Meldung verkürzt.“

Ermittlungen
„Vielleicht ist das Ganze nie eindeutig zu klären. Wir versuchen jedenfalls zu rekonstruieren, wie die 12-jährige Fluchtphase von Karadzic verlaufen ist“, so Gollia. „Wir können nicht ausschließen, dass Karadzic mit falscher Identität in Österreich war.“

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