Passant verletzt Polizist mit Messer

Bei Unfallaufnahme

© TZÖsterreich

Passant verletzt Polizist mit Messer

Ein Polizist ist am Montagnachmittag im Salzburger Stadtteil Liefering während der Datenaufnahme nach einem Verkehrsunfall von einem Passanten mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt worden. Das Motiv war vorerst unklar. Der Mann hatte dem Polizisten vor der Messerattacke einen Zettel übergeben, "auf dem wirre Angaben standen.

Messer-Attacke

Was sich genau an der Kreuzung Bessarabierstraße/Triebenbachstraße abgespielt hat, muss noch ermittelt werden. Ersten Informationen zufolge ist der Polizist wegen eines Auffahrunfalls zweier Pkw mit einem "Verkehrsunfallkommando"-Wagen zum Unfallort gefahren. Als der Beamte im Schreibbereich des Polizeiautos die Angaben einer Lenkerin notierte, näherte sich ihm der unbeteiligte Passant und zeigte ihm den Zettel. Dann zückte der Mann plötzlich das Messer und stach gegen den Hals des Polizisten ein, der sich noch mit seinen Händen wehren und so den Stich abschwächen konnte. Auch der dicke Kragen seiner Jacke hatte den Stich abgeschwächt.

Der Polizist erlitt Schnittverletzen am Hals und an den Händen. Er konnte über Funk Hilfe anfordern. Mehrere Streifenwagen eilten zum Unfallort. Das Rote Kreuz brachte den Verletzten ins Landeskrankenhaus. Die Tatwaffe wurde sichergestellt.

Shizophrener Verdächtiger
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 22 Jahre alten Beschäftigungslosen aus der Stadt Salzburg. In seinen ersten Aussagen vor der Polizei bezeichnete er sich als schizophren und meinte, er hätte geglaubt, den heutigen Tag nicht mehr zu überleben, schilderte Kripo-Chef Andreas Huber. Möglicherweise habe der Mann die Messerattacke in der Annahme gesetzt, er könnte von einem Polizisten in einer Abwehrreaktion verletzt oder erschossen werden, zogen Ermittler als Motiv in Erwägung.

Der Beschäftigungslose wohnt in der Nähe des Tatortes. Er dürfte die Kollision und den Polizeieinsatz vorher auch beobachtet haben, hieß es. Ein Amtsarzt hat den Mann bereits untersucht. Er war weder alkoholisiert noch stand er unter Drogeneinfluss. Der mutmaßliche Täter ist einmal polizeilich vorgemerkt. Das Vergehen liegt allerdings schon sieben Jahre zurück.

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