Polizei schnappt extrem brutale Mafia-Gruppe

Weitere Opfer gesucht

Polizei schnappt extrem brutale Mafia-Gruppe

Der niederösterreichischen Polizei gelang ein Schlag gegen eine extrem brutal agierende Räuber-Gruppe. Die sechs ausgeforschten Täter - zum Großteil Albaner und Türken - überfielen ihre Opfer in Niederösterreich und Wien äußerst brutal mit Androhung von Schussabgaben, Misshandlungen und Messerstichen, teilte das Landeskriminalamt Niederösterreich in einer Aussendung mit.

Anfang März 2017 konnten nach aufwendigen Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen sowie durch Spurenabgleichen und Zeugenvernehmungen die sechs Beschuldigten ausgeforscht werden und an Kontaktadressen in Wien - teilweise durch Zwangsöffnungen der Wohnungen - festgenommen werden. Die Täter zeigten sich bei den Vernehmungen zum Teil geständig, belasteten jedoch jeweils die Mittäter als Haupttäter, so die Polizei.

Raubüberfälle im Detail

So zwangen in der Nacht des 20. November 2016 drei der Beschuldigten, der türksiche Staatsangehörige Enis P., der staatenlose Adem B. und der österreichische Staatsbürger Selman M., einen 40-jährigen türkischen Staatsbürger in Wien-Favoriten dazu, in ein Geländefahrzeug zu steigen. Sie brachten ihn nach Bad Vöslau in ein abgelegenes Freilandgebiet, wo sie ihn mit vorgehaltenem Messer zur Herausgabe seiner Umhängetasche mit einem vierstelligen Bargeldbetrag und persönlichen Dokumenten zwangen. Nach Herausgabe der Tasche stachen zwei der Täter mit je einem Messer in die Oberschenkel des Opfers ein, bevor sie ihm ein Messer gegen den Hals drückten und ihn aufforderten, "um sein Leben zu flehen". Darüber hinaus drohten sie damit, das Opfer und dessen Familie zu töten, sollte die Polizei eingeschaltet werden. Schwer verletzt und unter Schock wurde der 40-Jährige am Tatort zurückgelassen.

Wenige Wochen später, am 18. Dezember des Vorjahres wurde ein enger Vertrauter und Freund des letzten Opfers, ein 28-jähriger Türke, zwischen 3.00 und 4.00 Uhr nachts unter falschem Vorwand in ein Lokal in Wien-Meidling gelockt. Dort warteten die drei Brüder Adem, Dardan und Korab B. sowie Selman M. auf den Mann, sie prügelten und stachen mit Messern brutal auf ihn ein. Außerdem verursachten sie mehrfache Brüche im Gesicht des Opfers, indem sie mit einer Pistole auf ihn einschlugen. Während des Kampfes löste sich ein Schuss aus der Pistole, der jedoch niemanden traf. Ein weiterer Beschuldigter, Rüstem P. brachte das schwer verletzte und stark blutende Opfer schließlich mit seinem Fahrzeug in ein leerstehendes Bürogebäude in Wien, wo er ihn hilflos zurückließ. Erst Stunden später schaffte es der Verletzte, die Rettung zu alarmieren.

Darüber hinaus werden Adem B. und Rüstem P. verdächtigt, in Wien an einer vorsätzlichen Gemeingefährdung durch eine Schussabgabe in einem Rotlichtlokal sowie an der Verübung einer absichtlich schweren Körperverletzung an einem tschetschenischen Staatsbürger beteiligt gewesen zu sein. Laut Polizei seien diesbezüglich noch Erhebungen im Gange.

Suche nach weiteren Opfern

Die Ermittlungen dauern derzeit noch an, die Polizei bat um Veröffentlichung der Lichtbilder, um weitere Opfer zu finden. Vier der Beschuldigten befinden sich in der Justizanstalt Wiener Neustadt, zwei weitere sind in Wien in Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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