Polizei sprengt illegale Böller

Auto ausgebrannt

Polizei sprengt illegale Böller

 Abgetrennte Finger, schwere Verbrennungen und Häuser, die in Flammen aufgehen – in drei Tagen wird es Österreich wieder so richtig krachen lassen. Denn auch diesmal werden Silvesterraketen, Böller und Kracher erneut Dutzende Opfer und erhebliche Sachschäden fordern. Allein im Vorjahr gab es in Österreich 17 teils schwer Verletzte, zwei Männer verloren jeweils Finger, weil Raketen in ihrer Hand explodierten. Und die Dunkelziffer der Verletzten dürfte weitaus höher liegen.

10 Mio. für Knaller.
Robert Siegert von der Wirtschaftskammer Österreich weiß: „Jeder vierte Österreicher kauft heuer Feuerwerke. 10 Millionen Euro werden dafür ausgegeben.“
Eingerechnet ist hier aber nur legale Pyrotechnik. Wie viele gefährliche Raketen illegal zu uns kommen, weiß niemand. Experten sagen: Es sind heuer so viele wie noch nie. Und sie sind hochgefährlich.

Um das zu beweisen, kauften Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) um 150 Euro Silvesterraketen im Ausland, verstauten sie im Kofferraum eines Autos und zündeten das Ganze an. „So etwas könnte beim Transport bei einem Auffahrunfall leicht passieren“, sagt Silvia Strasser vom BKA. Die Folge: Innerhalb von zehn Minuten stand das Auto in Vollbrand, weitere zehn Minuten später blieb nur mehr ein ausgebranntes Autowrack zurück.

Raketen-Verbot.
Pyrotechniker raten dazu, Feuerwerkskörper nur im Inland und nur legal zu kaufen – und exakt die Bedienungsanleitung zu beachten. Aber ans Gesetz dürften sich auch heuer viele nicht halten: Denn trotz Geldbußen von bis zu 3.600 Euro werden wohl auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Raketen innerstädtisch gezündet - obwohl das eigentlich streng verboten ist.

Autor: (mud)
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