Polizist tötet Nebenbuhler

Lavanttal

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Polizist tötet Nebenbuhler

Gekränkter Mannesstolz und rasende Eifersucht sind das Motiv für die Schießerei mit zwei Todesopfern am Sonntagabend in Allersdorf bei Sankt Paul. Wie berichtet, tauchte Thomas K. vom Posten Hitzendorf (Graz-Umgebung) gegen 20.30 Uhr beim Haus seiner Ex-Freundin, einer Beamtin des Bundesdenkmalamts, in Kärnten auf und lief Amok.

Beziehung wegen Alkohol­problemen beendet
Erst vor zwei Monaten hatte sich Doris P. (44) von dem Steirer, der vier Jahre bei ihr gelebt hatte, getrennt. Einer der Gründe für das Aus der Beziehung: die Alkoholprobleme des Bezirksinspektors. Der 49-Jährige musste aus dem Haus der Beamtin ausziehen – und zu seinen Eltern in der Steiermark ziehen.

Zuletzt war der Polizist wegen seiner Promilleprobleme und dem Liebes-Aus im Krankenstand und in psychiatrischer Behandlung. Als Thomas K. dann erfuhr, dass seine Ex so kurze Zeit nach der Trennung bereits einen Neuen hatte – der obendrein in seinem geschassten Revier eingezogen war – drehte der Polizist endgültig durch.

Nichts ahnende Opfer baten Täter ins Haus
Wie Oberst Christian Martinz vom Landes­kriminalamt bestätigt, schnappte sich der Steirer seine alte Gendarmeriewaffe, eine 9 mm-FN, setzte sich ins Auto und fuhr nach Allersdorf.

Der Steirer stellte seinen Pkw vor der schmucken Liegenschaft der Bundesbeamtin ab und läutete an. Er wurde, wie es aussieht, von der nichts ahnenden Doris P. hereingebeten. Die Frau dachte wohl, alle Probleme mit einem Gespräch unter sechs Augen aus der Welt schaffen zu können – doch als Thomas K. im ersten Stock auf seinen Nebenbuhler traf, fielen sechs Schüsse.

Insgesamt vier Mal feuerte der Polizist voller Hass auf Ferenc B. (siehe Bild)
Der Keramiker, Bildhauer und Restaurator (49) hatte die Denkmalpflegerin bei einem Projekt kennengelernt – und büßte seine Leidenschaft für die aparte Kärntnerin mit seinem Leben.

Nachdem Thomas K. den Ungarn ermordet hatte, schoss er auf seine ehemalige Lebensgefährtin. Doris P. erlitt schwere Verletzungen im Brustkorb – konnte aber mit einer Notoperation bis um drei Uhr in der Früh im Landeskrankenhaus Wolfsberg gerettet werden. Was der Schütze nicht mehr mitbekam.

Denn die letzte Kugel im Magazin der Pistole galt ihm selbst. Noch im Haus seiner Ex setzte er sich die Waffe an den Kopf – und drückte ab. Der Polizist und der Künstler starben noch vor dem Eintreffen der Rettung.

Autor: Roland Kopt
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