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Prozess: Todes-SMS gegen IS-Zeugen

Mirsad O.

Prozess: Todes-SMS gegen IS-Zeugen

Ende Februar wurde der große IS-Prozess gegen den Hassprediger Mirsad O. und einen IS-Kämpfer vertagt, Montag fortgesetzt. Knalleffekt: Da Zeugen per SMS massiv bedroht worden waren und „um ihr Leben fürchten“ (so der Richter), wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Für Montag und Dienstag waren 40 Zeugen vom Verteidiger beantragt. Die, die kommen, werden ohne Publikum befragt.

Zuvor schon hat der Richter – wieder im strengstens bewachten Gericht – Ergebnisse zusammengefasst.

  • Das Heeresnachrichtenamt hat erhoben, dass es von Massakern in drei nordsyrischen Ortschaften keine Funkaufzeichnungen oder Luftbilder gibt, aber Videos, die das Grauen dokumentieren (sie wurden gezeigt) – der IS-Kämpfer Mucharbek T. soll dort dabei gewesen sein.
  • Ermittelt wurde nach einem Entlastungszeugen, der angeblich nun in der Ukraine kämpft. Das Heeresnachrichtenamt: „Die Person befindet sich weiter in Front­abschnitten in Nordsyrien.“
  • Via Vatikan und Israel wurde ein katholischer Priester ermittelt, der in der Kriegs­zone lebt – er wurde per E-Mail geladen. Richter: „Ich glaube nicht, dass die Post unsere Ladungen frisch-fröhlich durchs Minenfeld trägt.“ Es gilt die Unschuldsvermutung. (lim)
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