Nach Demos:

"Prügel-Orgie": 
Polizei wehrt sich

Die Polizei hat ihre Strategie geändert. Zumindest nach den Ausschreitungen während der Samstagsdemonstrationen in der Wiener Innenstadt. Erstmals geht sie nach Krawallen zwischen Demonstranten und Einsatzkräften von sich aus in die Offensive, will sich nicht wieder als Prügeltruppe vorführen lassen. So wie nach den schweren Zwischenfällen beim Akademikerball.

Die Exekutive veröffentlichte von sich aus Fotos von „Chaoten“ aus dem Schwarzen Block, von Waffen, von zerstörten Einsatzfahrzeugen. Die klare Botschaft, die Oberst Hans Golob transportierte: „Es gab massive Übergriffe auf Polizeibeamte.“

Die Linken sprechen dagegen von einer handfesten Prügel-Orgie durch die Polizei: von überhartem Vorgehen, Pfefferspray-Einsätzen und vielen Verhaftungen. Gemeint waren 37 vorläufige Festnahmen, die am Sonntag schon wieder erledigt waren.

Auch den Vorwurf einer verletzten und festgesetzten schwangeren Demonstrantin wies die Polizei zurück. Golob: „Die Frau klagte über Unterleibsschmerzen, wurde in ein Spital gebracht.“

Zu den Zwischenfällen war es bei einer Gegenkundgebung der „Offensive gegen Rechts“ gegen einen Aufmarsch der rechten „Identitären“ gekommen. Beide Demos starteten am Westbahnhof und zogen Richtung Innenstadt.

Grüne wollen Polizisten
künftig kennzeichnen
100 rechte Demonstranten trafen auf 1.000 linke. Dazwischen 500 Polizisten. Fünf Kundgebungsteilnehmer wurden verletzt – auch ein Beamter.

Nach dem Chaos hat auch die Politik die Strategie geändert. Mit Kritik hält sie sich diesmal zurück. Nur die Grünen fordern jetzt eine Kennzeichnungspflicht für Polizisten.

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