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Prügelmutter mit Videofalle überführt

Jugendamt glaubte Vater nicht

Prügelmutter mit Videofalle überführt

 Einen schlimmen Verdacht gegen seine Ehefrau hatte ein Familienvater schon länger. Die 22-Jährige soll ihre drei und fünf Jahre alten Buben immer wieder misshandelt haben. Doch geglaubt hat dies dem Vater kein Mensch.

Er wandte sich mit seinen Bedenken ans Jugendamt, doch das schaltete sich nicht ein. Die Kinder blieben in der Obhut ihrer Prügelmutter und mussten weiter Schläge ertragen.

Da griff der besorgte Familienvater zu einer List. Am TV-Gerät im Wohnzimmer installierte er eine winzige, praktisch unsichtbare Kamera, um die Vorgänge im Haus dokumentieren zu können. Drei Tage lang zeichnete der Ehemann die Übergriffe seiner Frau an den Kindern auf.

"Sobald sie den Raum betritt, sieht man, wie die Buben schützend ihre Hände vor das Gesicht halten", sagte die Staatsanwältin am Freitag in einem Prozess gegen die 22-Jährige. Die Mutter gab zu, ihre Kinder mehrfach geschlagen zu haben. Wegen der Misshandlungen wurde sie zu drei Monaten bedingter Haft verurteilt. Gleichzeitig wurde ihr gerichtlich eine psychotherapeutische Behandlung auferlegt. Die Kinder leben inzwischen bei ihren Großeltern.
 

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