Rätsel um vermissten Nationalbanker

Kriminalfall um Familienvater

Rätsel um vermissten Nationalbanker

Soviel ist über den rätselhaften Vermisstenfall in Thaur im Bezirk Innsbruck-Land bekannt. Wie einer seiner Neffen gegenüber ÖSTERREICH erzählt, ist Reinhard S. (47) seit dem Abend des 14. Februar – es war der Valentinstag – wie vom Erdboden verschluckt: „Er wollte seinen gelben ­Mitsubishi Evo 9 verkaufen und hatte Besuch von einem Mann namens Antonio aus Mailand.“ Während der Interessent bei dem 47-Jährigen, der in Innsbruck in der Nationalbank arbeitet, war, telefonierte er noch mit seiner Frau. Dabei soll Reinhard S. bedrängt gewirkt haben, im Hintergrund waren Stimmen zu hören.

Tippte letzte SMS nicht 
er selbst ins Handy?

Dann schickte er (oder jemand anderer mit seinem Handy) eine letzte SMS an seine Frau und die beiden Kinder, dass er sich nach Spanien absetzen werde. Seine Gattin, die die Echtheit der Nachricht anzweifelt, erstattete sofort Vermisstenanzeige bei der Polizei in Hall – zumal nicht nur der knallgelbe Mitsubishi, sondern auch ein zweiter Pkw des Bankers und Skitourengehers, ein schwarzer Mitsubishi Impreza mit goldenem Aufkleber, aus der Garage verschwunden ist.

Suche. Laut Polizei wird derzeit in alle Richtungen ermittelt – auch ein Verbrechen wird nicht ausgeschlossen. Die Familie und alle Freunde des umgänglichen Tirolers glauben nicht, dass er sich ­abgesetzt oder eine Verzweiflungstat begangen hat.

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