Sonderthema:
Raub-Opfer muss AKH selbst zahlen

Auf Flüchtling geschossen

Raub-Opfer muss AKH selbst zahlen

Zwei Tage nach dem bewaffneten Überfall, bei dem ihm zwei Jugendliche mit einer Schreckschusswaffe ins Gesicht schossen, sitzt Yassine T. (22) auf seinem Krankenbett und schlägt sich die Hände vors Gesicht: Er weiß nicht, wie er die Kosten, auf die ihn ein Krankenhausmitarbeiter aufmerksam machte, bezahlen soll.

Zwei Täter. Wie berichtet, war Yassine (der im Ferry-Dusika-Stadion untergebracht ist) am Weg zu einem Konzert im Lokal Fluc überfallen worden. Die etwa 1,60 Meter kleinen Täter, die der Tunesier auf höchstens 18 bis 20 Jahre schätzt, verlangten sein Geld. Als er ihnen keines gab bzw. sagte, er habe nur 20 Euro, die er aber brauche, schoss ihm einer der beiden mitten ins Gesicht. Anschließend flohen die Kids ohne Beute.

Rechnung. Der 22-Jährige stürzte und lag etwa eine halbe Minute bewusstlos auf dem Boden. Eine Passantin sah ihn und rief die Rettung. „Ich dachte in dem Moment, dass ich sterbe. Als ich wieder zu mir kam, dröhnte mein Kopf und ich hatte Angst, weil ich nichts sah“, schildert Yassine. Er wurde ins AKH ­gebracht, wo seine Augen alle paar Stunden gespült werden müssen. Sein linkes Auge ist beinahe wieder partikelfrei, weshalb eine Augen-OP fast ausgeschlossen werden kann. Trotzdem ist der junge Flüchtling besorgt.

Ein Mitarbeiter des AKH informierte ihn am Samstag (als der Patient soeben Besuch von einer Flüchtlingshelferin hatte) über die Kosten seines Krankenhaus-Aufenthalts: 1.094 Euro soll er privat zahlen, weil sein Aufenthaltsstatus noch ungeklärt und er daher nicht versichert sei.(lae)

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