Retter rammte Rot-Kreuz-Auto: Vier Verletzte

Oberösterreich

Retter rammte Rot-Kreuz-Auto: Vier Verletzte

Feuerwehrmann Dominik S. war gerade am Feiern in der Disco, als er Samstagnacht um 23.30 Uhr zu einem Einsatz gerufen wurde: Ein Bauernhof in Weibern (Bezirk Grieskirchen) stand in Flammen. Der 19-Jährige und einer seiner Freunde setzten sich ins Auto und rasten los.

Kontrolle verloren: Frontal in Rotkreuz-Auto gekracht

Auf dem Weg zum Feuerwehrdepot in Haag verlor Dominik S. in einer Kurve die Kontrolle. Er kollidierte mit der Böschungsmauer. Genau in dem Moment kamen ihm zwei Sanitäter entgegen, die auf dem Weg zu dem Brandeinsatz waren.

Er krachte frontal in das Rotkreuz-Auto. Alle vier Personen wurden verletzt, am schwersten eine 47-jährige Retterin. Ein Alko-Test bei Dominik war laut Polizei positiv. In der Zwischenzeit bekämpften 150 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren die Flammen. Der Wirtschaftstrakt brannte komplett nieder, auch Teile des Wohnhauses. Die Hofbesitzer, ihre zwei Kinder und die Großeltern konnten sich selbst retten. Doch alle Schweine des Mastbetriebs starben.

139 Schweine verendet

Für Hunderte Mastschweine kam jede Hilfe zu spät, sie waren bereits erstickt.

139 Schweine und vier Schafe starben bei dem Großbrand in Weibern in der Nacht auf Sonntag. Ein schwerer Verlust für die Besitzer des Mastbetriebs, die auf einen Schlag alle ihre Tiere verloren haben. „Die Schweine sind nicht in den Flammen gestorben. Sie dürften an den Rauchgasen erstickt sein“, sagte Feuerwehr-Kommandant Josef Murauer zu ÖSTERREICH. Die Brandursache ist derzeit noch unklar.

(mem)

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