Schanigarten-Streit: WK befragt Gastronomen

Wien

Schanigarten-Streit: WK befragt Gastronomen

Die Stadt Wien befragt derzeit alle Bezirksvorsteher sowie Führungskräfte diverser betroffener Einrichtungen zu den vier vorgelegten Lockerungsvarianten in Sachen Schanigartenbetrieb im Winter. Die Wirtschaftskammer (WK) ist über die Obleute zweier Fachgruppen eingebunden. Das reicht der Kammer aber nicht. Sie startet nun eine eigene Umfrage unter allen 7.000 Wiener Gastronomen und Cafetiers.

Wirte gefragt
Man wolle nicht in den Gremien entscheiden, welche Option bevorzugt werde, erklärte die Unternehmervertretung am Mittwoch per Aussendung. Deswegen sind die Wirte ab morgen, Donnerstag, eingeladen, mittels zugeschickten Fragebögen oder online ihre Präferenz für eine der von Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) vorgestellten Varianten abzugeben. Je nach Ergebnis werde man die Verhandlungslinie mit dem Rathaus entsprechend festlegen, sagte ein Sprecher auf APA-Nachfrage.

Verbot muss weg
Die Kammer tritt schon länger für die Erlaubnis eines ganzjährigen Schanigartenbetriebs ein. "Das Ziel der Wirte und Kaffeehausbetreiber ist klar: Das Verbot muss weg. Die Beschränkung der Schanigartensaison ist ein Hemmschuh in einer für uns schwierigen Zeit", bekräftigte Peter Dobcak, Gastronomie-Obmann in der WK Wien, heute.

Befragung bis 9. Mai
Die Befragung der Stadt läuft bis 9. Mai. Die zur Auswahl stehenden Möglichkeiten reichen von der Aufstellung einiger Stehtische ohne Bedienung bis zu einer ganzjährigen Öffnung von Schanigärten. Derzeit gilt für Gastgärten eine dreimonatige Wintersperre von Dezember bis Februar. Die WK will das Resultat ihrer Befragung zeitnah zum 9. Mai präsentieren, hieß es.

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