Schläger-Buben ohne Skrupel Schläger-Buben ohne Skrupel

Wiener U-Bahn-Terror

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Schläger-Buben ohne Skrupel

„Er wollte mir sein Handy nicht geben, deshalb habe ich ihm eine reingehaut“, sagte der 16-jährige Slavisa M. im Polizeiverhör. Er und sein Komplize, der arbeitslose Georg J. (16), haben am 9. Mai den 27-jährigen Koch Gernot F. in der U 6 überfallen und niedergeschlagen. All das für ein iPhone.

Auf freiem Fuß
Dank des Berichtes in ÖSTERREICH konnte die Polizei das schlagfertige Duo am Freitagvormittag festnehmen – und musste die Burschen bald wieder laufen lassen. Die jugendlichen Österreicher mit jugoslawischen Wurzeln wurden auf freiem Fuß angezeigt. Trotz Wiederbegehungsgefahr. Es sollen nicht die ersten Prügel gewesen sein. Einen der beiden verriet sogar die eigene Mutter, in der Hoffnung, dass sich ihr Sohn bessern werde.

Beute geteilt
Im Polizeiverhör versuchten sie zu leugnen. Wie sich herausstellte, war es der Schüler Slavisa M., der sein Opfer mitten ins Gesicht schlug. Sein Freund Georg sagte gegenüber den fragenden Beamten: „Ich wollte ihn von dem Ganzen abhalten.“ Vom Geld, das der sofortige Verkauf des geraubten iPhones brachte, kassierte er freilich gerne die Hälfte.

Opfer ist arbeitsunfähig
Beide bestreiten allerdings den Raub von 400 Euro in bar, das Opfer bleibt aber dabei: „Die haben mir Handy und Geld geraubt.“ Und Koch Gernot F. hat die beiden nach der Gegenüberstellung binnen Sekunden erkannt: „Die würde ich nie vergessen.“

Der Schock saß bei dem 27-Jährigen so tief, dass er einige Tage nicht mehr arbeiten konnte. Auch die Wunde im Gesicht verursachte lange Schmerzen. Jetzt ist der Küchenchef wieder im Dienst: „Trotzdem ist es jetzt ein komisches Gefühl, wenn ich mit der U-Bahn fahre.“

Weitere Delikte?
Wahrscheinlich aufgrund ihres jugendlichen Alters wurden die beiden 16-jährigen Slavisa M. und Georg J. auf freiem Fuß angezeigt. „Natürlich wird nun weiter ermittelt, ob auch noch andere Straftaten auf das Konto der beiden Verdächtigen gehen könnten“, sagt Polizeisprecher Mario Hejl.

Für das Duo gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung. Opfer Gernot F. weiß hingegen ganz genau, wer ihn am 9. Mai überfallen hat.

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