Schneechaos auf Österreichs Straßen

Staus bis zu 60 km

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Schneechaos auf Österreichs Straßen

Nach drei Unfällen mit insgesamt 13 Fahrzeugen ist Samstagnachmittag die Ost-Autobahn (A4) zwischen Bruck an der Leitha (Niederösterreich) und Parndorf (Burgenland) in Richtung Ungarn gesperrt worden. Dies teilten die Autofahrerklubs ARBÖ und ÖAMTC in Aussendungen mit. Zwei Personen seien verletzt worden. Nach Angaben des ARBÖ waren mehrere Lkw in die Unfälle involviert, weswegen von einer mehrere Stunden langen Sperre ausgegangen werden müsse.

20 Personen, die bei den Unfällen nicht verletzt worden waren, sind Samstagnachmittag vom Roten Kreuz versorgt worden. Sie wurden zur Bezirksstelle des Roten Kreuzes nach Bruck an der Leitha gebracht. Dort erhielten die Menschen Getränke, Decken und Nahrung, teilte Ralph Schüller, Sprecher des NÖ Roten Kreuzes mit.

Gegen 15 Uhr kollidierten im Bereich der Anschlussstelle Bruck/Leitha-Ost auf der Fahrbahn Richtung Ungarn sechs Fahrzeuge. Wenige Minuten später ereigneten sich im selben Bereich zwei weitere Unfälle, an denen drei bzw. vier Fahrzeuge beteiligt waren. Durch die Umleitung des Verkehrs über die Budapester Bundesstraße (B10) habe sich innerhalb von wenigen Minuten "ein kilometerlanger Stau gebildet", so der ARBÖ.

Lkw blieben hängen
Auch auf der Brünner Straße (B7) kam es laut ÖAMTC auf der vereisten Fahrbahn zwischen Kollnbrunn und Wolkersdorf immer wieder zu Unfällen. Die Bergungsarbeiten an einem Lkw, der im Straßengraben gelandet war, verursachten zudem einen rund zwei Kilometer langen Stau. Zwischen Gänserndorf und Deutsch Wagram hätten sich auf der Angererstraße (B8) vier Unfälle auf schneeglatter Fahrbahn ereignet, die aber alle glimpflich verlaufen seien. Die Weinviertler Straße (B303) war zwischen Schöngrabern und Grund rund eine Stunde wegen hängengebliebender Lkw blockiert.

Staus infolge Schneegestöbers und -verwehungen meldete die Informationszentrale des Clubs weiters von der Laaer Straße (B6) im Bereich Karnabrunn - Ernstbrunn und von der Budapester Straße (B10) zwischen Bruck an der Leitha und Nickelsdorf.

Verkehrschaos in Vorarlberg
Der anhaltende Schneefall und der Urlauberschichtwechsel sorgten am Samstag auch in Vorarlberg für kilometerlange Staus. Der ÖAMTC vermeldete bereits am Vormittag zähen Verkehr auf der S16 Arlberg-Schnellstraße. Im Laufe des Tages erreichte der Stau auf der S16 und der A14 Rheintalautobahn im Raum Bludenz nach Auskunft der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Vorarlberg eine Länge von rund 30 Kilometern in beide Richtungen und reichte bis nach Tirol zurück.

Zu Mittag stürzte auf der Arlberg-Schnellstraße auf Höhe der Raststätte Innerbraz (Bezirk Bludenz) ein Lebensmittel-Tankzug um. Nach Angaben der Autobahnpolizei wurde bei dem Unfall niemand verletzt, doch der Lkw blockierte die Straße rund fünf Stunden lang. Nach Angaben des ÖAMTC bereitete den Feuerwehren auf den völlig verstopften Straßen vor allem der Transport des Berge-Geräts zur Unfallstelle Schwierigkeiten. Der Tankwagen musste laut ÖAMTC zudem zunächst ausgepumpt werden. Erst kurz vor 18.00 Uhr konnte das Fahrzeug zur Seite geschleppt werden.

Die Tunnel auf der Stau-Strecke wurden von der Polizei blockweise abgefertigt. Schwerfahrzeuge in Richtung Vorarlberg hielt die Polizei bereits auf der Tiroler Seite des Arlbergtunnels an. Pkw wurden laut ÖAMTC-Angaben nach Möglichkeit örtlich umgeleitet, doch auch auf den örtlichen Umleitungsstraßen war ein Fortkommen nur im Schritttempo möglich.

Decken und Tee für Autofahrer
Der Katastrophenzug des Roten Kreuzes und die Feuerwehr waren seit dem Nachmittag im Einsatz, um die im Stau feststeckenden Autofahrer mit Decken und Tee zu versorgen. Nach der Bergung des Tankwagens waren auf der S16 wieder beide Fahrstreifen befahrbar, der Stau begann sich kurz vor 18.00 Uhr aufzulösen.

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