Schneeglöckchen ausgegraben: Salzburger droht Strafe

Frühlingsblumen

© TZ ÖSTERREICH

Schneeglöckchen ausgegraben: Salzburger droht Strafe

Die Freude eines Salzburgers über Schneeglöckchen, die er vor einer Woche bei Laufen (Bayern) ausgegraben und dann in seinem Garten eingesetzt hat, dürfte getrübt sein. Der Mann aus Oberndorf (Flachgau) wird laut Polizei wegen Verstoßes gegen das deutsche Bundesnaturschutzgesetz angezeigt, weil es sich bei den Frühlingsblumen um eine besonders geschützte Pflanzenart handelt.

Gegen den Österreicher wird vermutlich ein Bußgeldbescheid erlassen, wie die Polizeiinspektion Laufen am Sonntag informierte. Der Mann wurde am 5. März von Passanten beobachtet, wie er in der Salzachau im Laufener Ortsteil Mayerhofen eine größere Menge Schneeglöckchen aus der Erde holte und dann in sein Auto mit österreichischem Kennzeichen verladen hatte.

Die Polizei forschte den "Übeltäter" aus. Ermittlungen ergaben, dass die Blumen nicht weit vom ursprünglichen Standort entfernt hinter der Grenze auf der anderen Salzachseite blühten. "Die Schneeglöckchen wurden in dem Garten des Österreichers gefunden", sagte ein bayerischer Polizist.

Für den Bußgeldbescheid ist die Naturschutzbehörde des Landratsamtes zuständig. Die Höhe der Verwaltungsstrafe, die dem Mann blühen konnte, wurde von der Polizei nicht beziffert. Auch im Land Salzburg zählen Schneeglöckchen zu den gänzlich geschützten Pflanzenarten. Sie dürfen nicht vom Standort entfernt werden.
 

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