Schneemann zum Sommer-Start Schneemann zum Sommer-Start

Schnee, Regen, Kälte

© Roland Mühlanger

 

Schneemann zum Sommer-Start

Heute Mittag um 13.29 Uhr ist es endlich soweit: Ganz offiziell beginnt dann der Sommer in Österreich – zumindest auf dem Papier. Denn in der Praxis lässt der weiterhin auf sich warten. Und nicht nur das: Am Sonntag feierte sogar der Winter bei uns ein bitterkaltes Comeback.

Schnee in Vorarlberg und Tirol bis auf 1.200 Meter
Schon Samstagnachmittag gab es die ersten weißen Flocken in den Alpen. „Da fing es bei uns schon an zu schneien, bis gestern Nachmittag sind 40 Zentimeter zusammengekommen. Derzeit kommt niemand mehr zu uns rauf“, erklärt Herbert Schneeberger von der eingeschneiten Greizer Hütte in den Zillertaler Alpen (2.227 Meter). Auch in Vorarlberg, beispielsweise auf dem Schafberhüsli in Gargellen ging am Sonntag nichts mehr. „Eigentlich haben wir am Freitag die heurige Wandersaison eröffnet, doch dann gab es plötzlich 20 Zentimeter Neuschnee“, so Markus Gottschalk.

Weitere Hotspots: Die Rudolfshütte (Salzburg) mit 25 Zentimeter Schnee, der Sonnblick (Salzburg) mit 16 Zentimeter, der Patscherkofel (Tirol) mit acht Zentimeter oder der Hahnenkamm (Tirol) mit fünf Zentimeter. Kältester Ort: Der Tiroler Brunnenkogel. Auf 3.440 Metern wurden in der Nacht auf Sonntag bitterkalte minus 9 Grad gemessen. Am meisten schneite es gestern in Tirol und Vorarlberg, wo mit 1.200 Meter die Schneefallgrenze am niedrigsten lag.

Eben dies bekamen dann auch die Autofahrer zu spüren. In Tirol war so gestern das Timmelsjoch, die Verbindung zwischen dem Ötztal und dem Südtiroler Passeiertal, unpassierbar, Schneeketten mussten auf der Silvretta-Hochalpenstraße zwischen Galtür und Partenen und bei Fahrten über das Hahntennjoch zwischen Imst und Elmen angelegt werden. In der Steiermark musste der Sölkpass wegen starkem Schneetreiben gesperrt werden.

Trüb und bis zu 44 Liter Regen pro Quadratmeter
Und selbst in Regionen, in denen es nicht schneite, blieb es gestern ungemütlich: Fast im ganzen Land blieb es trüb, immer wieder regnete es, im Süden sogar heftig. Spitzenreiter hier: Villach mit 44 Liter Regen pro Quadratmeter in 12 Stunden.

Auch heute bleibt es im ganzen Land wolkenverhangen und regnerisch bei maximal 20 Grad. Aber: „Ab Dienstag wird es in Österreich jeden Tag besser und es lockert auf. Am Wochenende sind dann sogar bis zu 27 Grad und viel Sonnenschein möglich“, erklärt Wetter-Expertin Ariane Pfleger von der Zamg.

Sturz in die Traun
Ein 70-Jähriger ist in der Nacht auf Montag in Bad Goisern (Bez. Gmunden) in Oberösterreich in die Traun gestürzt. Er konnte sich auf eine Flussinsel retten. Von dort hat ihn die Feuerwehr geborgen.

Der Pensionist war auf dem Heimweg von einer Gaststätte zu früh abgebogen und deshalb über eine Böschung im Ortsteil Unterjoch in den Fluss gestürzt. Ein Anrainer hörte kurz vor 2.00 Uhr die Schreie des Mannes und rief die Polizei. Wegen des starken Regens wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Bad Goisern verständigt. Die Einsatzkräfte durchquerten den Fluss an einer seichten Stelle und brachten den Mann mit einer Trage ans Ufer. Der Pensionist wurde mit Verdacht auf Unterkühlung und einigen Hautabschürfungen in das Landeskrankenhaus Bad Ischl eingeliefert.

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