Täter flüchtig

Täter flüchtig

Schon wieder iPhone-Raub in U-Bahn

Es passierte an einem Montag, mitten am helllichten Tag. Es ist 14.38 Uhr, als der 17-jährige Schüler Ali Z. am Stephansplatz seine Heimreise mit der U-Bahn antritt – so wie jeden Tag. Dieses Mal fällt ihm allerdings ein jugendliches Pärchen auf, das ihn auffällig beobachtet. „Ich habe gemerkt, die haben mich die ganze Fahrt lang angegrinst“, gibt Z. später zu Protokoll.

Mädchen sagte: „Geld und Handy her. Ich zähle bis 3“
Um 14.43 Uhr steigt Ali Z. bei der Station Südtiroler Platz im vierten Wiener Gemeindebezirk aus der U1.

Zwei Minuten später quälen ihn Todesängste: Denn am Stiegenaufgang zur Kolschitzkygasse merkt der 17-Jährige plötzlich, wie ihm jemand aus der Hosentasche seine Geldbörse stiehlt. Geistesgegenwärtig dreht er sich um. Ein junges Mädchen, mit blauer Jacke und Jeans bekleidet, starrt ihn an und sagt „Geld und Handy her. Ich zähle bis drei.“

Gleichzeitig holt ein Bursche mit schwarzer Jacke und gestreiftem Pulli ein Butterfly-Messer aus der Tasche. Er hält es in die Richtung von Ali Z. und bedroht ihn. Der verschreckte Schüler zückt sofort sein iPhone und gibt es dem Mädchen. Weil die beiden Täter in der Brieftasche kein Bargeld finden, geben sie ihm die Börse zurück.

Sie schnappen iPhone und lassen Geldbörse zurück
Anschließend flüchtet das Räuber-Duo in Richtung Kolschitzkygasse – von ihm fehlt weiter jede Spur. Das Opfer eilt zur nächsten Polizeidienststelle und gibt die Anzeige auf. Der Bursche sagt den Ermittlern: „Ich bin mir sicher, dass ich die beiden auf Fotos wiedererkennen würde.“

Ali Z. werden Dutzende Lichtbilder aus den Überwachungskameras der U-Bahn vorgelegt – tatsächlich erkennt er die Räuber, nach denen die Polizei jetzt intensiv fahndet (s. rechts).

Immer mehr iPhones in Wiener Öffis gestohlen
Ali Z. hatte Glück: Er wurde bei dem Zwischenfall nicht verletzt.

Der Überfall auf den 17-jährigen Schüler reiht sich in eine Serie von brutalen iPhone-Überfällen in der Wiener U-Bahn. Alleine in den vergangenen Wochen wurden vier iPhone-Überfälle angezeigt – nur ein Fall konnte bisher geklärt werden. Pro Quartal sind es mehr als ein Dutzend Überfälle in Öffis.

Das iPhone ist bei den Tätern nicht nur wegen des Designs so beliebt. Am Schwarzmarkt lässt sich Apple’s Wunderding locker um ein Vielfaches des Einkaufspreises verkaufen.

Erschreckend: Immer häufiger schlagen die Täter am Tag zu. Deshalb wird sich die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität vermehrt um Handy-Räuber in der U-Bahn kümmern.(prj)

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