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Sex-Attacken: So denkt Österreich

Erste große Umfrage

Sex-Attacken: So denkt Österreich

Es ist das Aufreger-Thema der letzten Wochen: sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Dutzende Männer wurden beschuldigt, Untergebene – meist Frauen – sexuell belästigt zu haben. Viele Beschuldigte gaben teils jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch und Belästigung zu. Tag für Tag werden mehr Fälle öffentlich.

In Österreich sieht sich Politiker Peter Pilz Vorwürfen ausgesetzt, Frauen sexuell belästigt zu haben.

Drittel aller Österreicher wurde sexuell belästigt

Es sind keine Einzelfälle

Sexuelle Belästigung ist für viele Menschen ein alltägliches Problem – vor allem für Frauen. Die ÖSTERREICH-Umfrage, die erste aktuelle zu diesem Thema (Research Affairs, 600 Befragt, 7.–9. 11) belegt: 47 Prozent der Frauen, fast die Hälfte also, gaben an, bereits Opfer von sexueller Belästigung geworden zu sein. Und: Auch 17 Prozent der Männer, jeder sechste, sind schon einmal sexuell belästigt worden. Insgesamt wurden 33 Prozent der Österreicher schon einmal sexuell belästigt. Das ist jeder dritte!

Frauen: Wurden sie bereits belästigt?

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Alle: Wurden sie sexuell belästigt?

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Grapschen ist No-Go

Auch darüber, was sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist und was nur ungeschickte Annäherung, wird heftig gestritten. Die ÖSTERREICH-Umfrage zeichnet ein klares Bild: Das Begrapschen von Busen und Po ist ein absolutes No-Go! 92 Prozent der Befragten sehen darin eine sexuelle Belästigung. Männer (90 Prozent) und Frauen (95 Prozent) bezeichnen Grapscherei am Arbeitsplatz beinahe gleichermaßen stark als belästigend.

Was ist für Sie sexuelle Belästigung im Job?

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Abendessen okay

Für drei Viertel der Befragten, 75 %, sind auch zärtliche Berührungen am Körper ein Tabu. Ein vom Chef vergebener Kosename wie „Schatzi“ oder „Baby“ fällt für 43 % der ­Österreicher unter sexuelle Belästigung. Anzügliche Komplimente sehen noch 27 % als Belästigung an. Eine Ein­ladung zum Abendessen ist dagegen nur für sieben Prozent problematisch.

Sexuelle Belästigung unter Kollegen allgegenwärtig

Beinahe die Hälfte der Österreicher – 46 Prozent – glaubt, dass im Büro häufig sexuelle Belästigung stattfindet. Aber: Bei Firmenfeiern, also ebenfalls im beruflichen Umfeld, sehen 62 Prozent eine große Gefahr, sexuell belästigt zu werden. Nur bei Partys und anderen Veranstaltungen schätzen mehr Österreicher (67 Prozent) diese Gefahr als höher ein.

Wo findet meiste sexuelle Belästigung statt?

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