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Sex-Mord: Leiche in Ungarn gefunden

Im Zusammenhang mit dem Fall einer Vergewaltigung und Tötung in einem Grazer Partykeller ist Dienstagvormittag in Ungarn eine Leiche gefunden worden. Wie die Staatsanwaltschaft Graz bekannt gab, wurde ein Plastiksack, aus der Leichenflüssigkeit austrat, in Szentgotthard-Rabafüzes in Ungarn ausgegraben. Fündig wurde man in einem auf einem Hügel gelegenen Wäldchen etwa einen Kilometer Luftlinie von der österreichischen Grenze entfernt.

Der Hinweis kam vom 16-jährigen mutmaßlichen Täter, der die Ermittler und Suchmannschaften zu der Stelle geführt hat. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hans Jörg Bacher, sagte, handle es sich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" um die sterblichen Überreste des 16-jährigen Kärntners.

Die Öffnung des Plastiksackes sei noch nicht erfolgt, zumal aber der Austritt von Leichenflüssigkeit festgestellt wurde, gebe es über den Inhalt eigentlich keinen Zweifel. Endgültige Gewissheit werde eine Obduktion bringen, deren Ergebnisse voraussichtlich am Mittwoch vorliegen würden.

ungarn56.jpg © APA
Hier wurde die Leiche gefunden; Foto: APA

Verdächtiger ein schwieriger Fall
Dass der Hauptverdächtige, der 16-jährige Sohn einer Ex-Privatkindergarten-Leiterin, ein schwieriger Fall ist, wussten im Grazer Stadtteil Geidorf alle: Insider berichten von unkontrollierten Wutausbrüchen, er soll die Schützlinge seiner Mutter mit Steinen und Schrauben beworfen und ihr Meerschweinchen zu Tode gequält haben; im Internet macht Sebastian kein Hehl aus seiner Vorliebe für „Weed“, also Haschisch.

Das er vor allem mit einer Person teilt – mit Marcel (16), einem Arztsohn und Problemkind aus Villach, das aus einer betreuten Einrichtung ausgerissen und offenbar im Party-Keller seines Kumpels Sebastian in Graz Unterschlupf gefunden hat.

Mit Mutters Auto Leiche über Grenze gebracht
Dort soll es vor mehr als einer Woche, wie die Staatsanwaltschaft jetzt endlich bestätigt, zu den furchtbaren Ereignissen gekommen sein.

Zuerst soll die 14-jährige Jessica von beiden vergewaltigt worden sein, dann erschoss Sebastian Marcel mit zwei Gewehrkugeln in den Kopf. Und führt als Motiv Rache an: Er sei zuvor von seinem Kumpel zu dem Sex-Übergriff mit vorgehaltener Gaspistole gezwungen worden. Schwer vorstellbar, das dies alles nur auf Haschisch passierte. Gut informierten Quellen zufolge war Crystal Meth – die Killer-Droge, die aus Usern im Handumdrehen unberechenbare Irre macht – im Spiel.

Warum der 86-jährige Opa seinem Enkel half, die Leiche zu beseitigen, ist derzeit ein Rätsel. Gerüchten zufolge soll die „Familien-Bande“ den Toten im Keller zerstückelt und mit dem Auto von Sebastians Mutter nach Ungarn gebracht haben, um den Toten dort in einem Koffer in einem Wald zu vergraben. Sebastian und sein Großvater Walter S. sind in Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Mädchen ist nach dem Horror auf der Psychartrie

Trotz der Nachrichtensperre durchgesickert: Die von zwei Peinigern vergewaltigte 14-Jährige wurde in die Psychiatrie in Graz geliefert und vertraute sich dort einer Ärztin an. Die schlug Alarm. Ob Jessica (Name geändert) auch Zeugin des Mordes und der blutigen Beseitigung von Marcel war, ist nicht bekannt. Erst wenn es ihr besser geht, kann sie wieder einvernommen werden.

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