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Sexuelle Ausbeutung von Kindern nimmt zu

Auf Reisen und im Tourismus

Sexuelle Ausbeutung von Kindern nimmt zu

Mehr Kinder als je zuvor sind von sexueller Ausbeutung betroffen und das Phänomen tritt in allen Teilen der Welt auf. Das zeigt die am Donnerstag veröffentlichte Global Study zur sexuellen Ausbeutung von Kindern auf Reisen und im Tourismus, die von ECPAT International, der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung, initiiert und über zwei Jahre lang durchgeführt wurde.

Erschreckende Ergebnisse
"Diese Ergebnisse sind besonders erschreckend und sie sollten noch mehr Akteure aus allen Bereichen dazu motivieren, sich gemeinsam für das Ende der sexuellen Ausbeutung und zum Schutz von Kindern auf Reisen und im Tourismus konsequent einzusetzen", sagte Ute Mayrhofer, Vorsitzende von ECPAT Österreich, in einer Aussendung.

Veränderung der Erscheinungsform
Das Ausmaß der sexuellen Ausbeutung von Kindern auf Reisen und im Tourismus habe stark zugenommen und die Erscheinungsformen hätten sich drastisch geändert. Das Internet und mobile Technologien haben sexuelle Ausbeutung zusätzlich verstärkt, da Täter vollkommen anonym bleiben können. Weiße, westliche, wohlhabende Männer mittleren Alters sind nicht mehr die alleinigen typischen Täter. Es sind auch Geschäftsreisende, Auswanderer oder Freiwillige. Einheimische Reisende stellen den größten Anteil dar und viele sind sogenannte "Gelegenheitstäter". Dabei handelt es sich um Personen, die Kinder sexuell ausbeuten, weil sich ihnen die Gelegenheit dazu bietet und weil sie das Gefühl haben, dass ihr Handeln keine strafrechtlichen Konsequenzen haben wird.

Zunahme internationaler Reisen
Internationale touristische Reisen sind in den letzten 20 Jahren von 527 Millionen auf 1.135 Billionen gestiegen - eine Entwicklung, von der viele Personen finanziell profitieren. Es gibt kaum noch einen Ort auf der Welt, der nicht bereist werden kann. Diese Zunahme internationaler Reisen geht laut ECPAT jedoch einher mit größeren Risiken und Gefahren für Kinder. Die Studie zeigt auf, dass geflüchtete Minderjährige, Kinder, die Minderheiten angehören oder auf der Straße leben, besonders gefährdet sind.

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