Silvester: Zehn Verletzte durch Rauchgase bei Party in Linz

Keller evakuiert

Silvester: Zehn Verletzte durch Rauchgase bei Party in Linz

Bei einer großen Silvesterparty in einem Linzer Wein- und Eventkeller sind am Sonntag gegen 1.35 Uhr zehn Personen durch Rauchgase verletzt worden. Bei einer mit Flüssiggas betriebenen Heizkanone war es laut Polizei zu einer Verpuffung gekommen. Die ersten Feuerwehrleute an Ort und Stelle stellten eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration in den Räumen fest und leiteten die Evakuierung ein.

"Wir sind mit Atemschutztrupps in das Gebäude gegangen und haben die Gäste zum Verlassen der Gewölbe aufgefordert. Die Personen sind dann draußen an die Polizei und die Rettung übergeben worden", sagte Einsatzleiter Andreas Ilk von der Berufsfeuerwehr Linz zur APA. Mehrere Besucher der für 240 Personen genehmigten Veranstaltung klagten über Atembeschwerden und hatten verrußte Gesichter. Laut Ilk dürften sich beim Einsatz rund 200 Menschen in den Kellergewölben befunden haben.

Wegen der kühlen Außentemperaturen von minus fünf Grad wurden von der Linz AG zwei Gelenkbusse angefordert, in denen das Rote Kreuz und der Samariterbund die Verletzten versorgten. "Teilweise hatten die Besucher nur kurze Leibchen an. Es sollte aber jeder durch einen Arzt abgetesten werden", sagte Ilk. Insgesamt mussten zehn Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in den MedCampus III eingeliefert werden.

Wie Ilk betonte, sei es nicht so einfach gewesen, viele Leute zum Verlassen des Gebäudes zu bewegen. Die Polizei nahm zudem einen Gast fest, der unbedingt zurück in das Lokal wollte und sich Helfern gegenüber äußerst aggressiv verhielt.

Ob ein technischer Defekt zur Verpuffung führte oder die Kohlenmonoxid- und Rußbelastung möglicherweise einfach durch den Betrieb der Heizkanone verursacht wurde, konnte Ilk nicht sagen. Wie erste Ermittlungen der Polizei zeigten, hätte die Butangas-Heizkanone im Keller auf jeden Fall nicht betrieben werden dürfen, da die erforderliche Be- und Entlüftung nicht vorhanden war. Neben der Feuerwehr standen auch ein Notarztfahrzeug und 15 Rettungsfahrzeuge im Einsatz.

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