Hochwasser: Linzer Auge schwimmt davon Hochwasser: Linzer Auge schwimmt davon

Wetter-Chaos

© Schwarzl

 

Hochwasser: Linzer Auge schwimmt davon

Die auf der Donau schwimmende Aussichtsplattform "Linzer Auge" ist durch das Hochwasser in der Nacht auf Freitag rund 50 Meter von ihrem Standort in der Landeshauptstadt abgetrieben worden. Sie kam zwischen dem Ufer und einer Schiffsanlegestelle, die unversehrt blieb, zum Stillstand. Im Ars Electronica Center, vor dem das Linzer Auge postiert war, mussten die Einsatzkräfte Wasser abpumpen.

linzerauge

Linzer Auge wegeschwemmt (c) Schwarzl
Sobald sich die Situation weiter entschärft, soll die Plattform geborgen werden. Das Auge war bereits am Donnerstag in den frühen Morgenstunden aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt worden. Das Rondeau, ursprünglich als Linz09-Projekt vorgesehen, erlangte vor allem durch eine Pannenserie Berühmtheit. Es ging erst vergangenen Mai und damit mit einem Jahr Verspätung in Betrieb. Anfangs hatte Hochwasser den Transport von Bratislava nach Linz verhindert, dann waren es Belagsarbeiten, die der rechtzeitigen Inbetriebnahme einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Als die knapp 60 Tonnen schwere Plattform dann endlich da war, drehte sie sich nicht. Nach der Reparatur funktionierte sie nur mit Hilfe von Muskelkraft und dann mittels eines Motors, was nicht im Sinne des Erfinders war.

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Die Hochwassersituation in Oberösterreich hat sich unterdessen entspannt, die Niederschläge ließen in der Nacht stark nach. Die Wasserstände an Donau, Inn, Traun und Enns wiesen durchwegs fallende bis gleichbleibende Tendenz auf. Laut Hydrographischem Dienst des Landes war lediglich der Pegel der Donau in Grein (Bezirk Perg) noch leicht steigend. Im Lauf des Tages sollte sich die Situation weiter beruhigen.

  • Muren in Steiermark. Auch in der Steiermark waren gestern 350 Einsatzkräfte im Dauereinsatz. Besonders im Bezirk Liezen mussten Keller ausgepumpt und Straßen von Muren befreit werden.
  • Starkregen in Salzburg. In Salzburg regnete es von Mittwoch auf Donnerstag in nur 24 Stunden bis zu 90 Liter pro Quadratmeter. Mehrere Straßen wurden gesperrt. Die Pinzgauer Bundesstraße B311 wurde vermurt, das Kleine Deutsche Eck war von Saalfelden aus nicht erreichbar.
  • Wachau gesperrt. Nach der Wachau-Bundesstraße (B3) zwischen Emmersdorf bei Melk und Krems am Donnerstagnachmittag ist am Freitag in der Früh auch die B33 im Bereich Mautern (Bezirk Krems) gesperrt worden. Grund war das Donau-Hochwasser. Nach den anhaltenden Regenfällen hatte der Pegel in Kienstock gegen 8.00 Uhr laut Landeswarnzentrale 8,20 Meter erreicht. In fast allen an der Donau liegenden Bezirken galt weiterhin Hochwasseralarm. Auf der Franz Josefs-Bahn ist am Donnerstagabend aus Sicherheitsgründen ein Gleis im Abschnitt Kritzendorf - St. Andrä Wördern gesperrt worden.
  • Hochwasser in Wien. Auf der Donauinsel zittern die Wirte vor dem Räumungsbefehl. Schon gestern wurde die Neue Donau geflutet (weil die Pegel in Korneuburg schneller steigen als erwartet). Heißt automatisch: Auf der Donauinsel herrscht Badeverbot. Alle Schiffe der Donauschifffahrt (inklusive Twin City Liner) müssen im Hafen bleiben. Alle Rollfähren sind eingestellt.
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