Unwetter-Bilanz

So dramatisch war der Juli

Unwetter
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Gewitterstürme, Blitzschläge und Überflutungen forderten im Juli zahlreiche Opfe.
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Wetter

So werden Sie nicht vom Blitz getroffen

"Im Süden und Osten Österreichs hat es flächendeckend zwei bis drei Mal so viel geregnet wie im langjährigen Mittel. Die rund 200 Millimeter Regen in Eisenstadt kommen statistisch gesehen nur einmal in 100 Jahren vor", berichtete der Klimatologe Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien. Auffallend waren auch die vielen Gewitter. In Deutschlandsberg (ST) etwa hat es am 11. Juli in nur zwei Stunden 68 Millimeter geregnet, was der Hälfte der normalen Monatsmenge entspricht. Am Präbichl (ST) summierte sich innerhalb des Monats eine Niederschlagsmenge von 461 Millimetern. "Solch hohe Werte sind für den Juli auch in dieser exponierten Lage außergewöhnlich", so Orlik.

Bis zu 15 Prozent mehr Sonnenschein gab es im Süden und Südosten Österreichs, also ausgerechnet in jenen Regionen, wo es am meisten geregnet hat. Die Erklärung: Sonneneinstrahlung unterstützt die Bildung von Gewittern, da sie die Luft über dem Boden erwärmt und zum Aufsteigen zwingt, wodurch Wolken und in weiterer Folge Gewitter entstehen können.

Doch es war nicht nur heiß und gewittrig im Juli 2012. Ein Kaltlufteinbruch in der zweiten Monatshälfte sorgte vielerorts für ordentliche Abkühlung. In der Wiener Innenstadt, dem statistisch gesehen heißesten Ort des Landes, fiel die Temperatur am 22. Juli auf 13,6 Grad. In Obergurgl (T) auf rund 1.900 Meter Seehöhe fiel das Quecksilber sogar unter Null (minus 0,4).

Der Aufwand für die Helfer war jedenfalls enorm: Zehntausende Feuerwehrleute standen oft tagelang im Einsatz, um Keller auszupumpen, von Bäumen und Muren blockierte Straßen freizulegen und umgeknickte Strommasten wieder aufzustellen. Abseits von menschlichem Leid waren Schäden in Millionenhöhe zu beklagen. Bei der Generali rechnet man bis Sommerende mit Schadensmeldungen in der Höhe von 60 Millionen Euro.

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