So trauert der letzte Freund um Anita

DNA-Test bestätigt

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So trauert der letzte Freund um Anita

Als die 23-Jährige am 27. Oktober zu einer letzten Aussprache mit Erwin K. (54) ging, kam sie davon nie mehr zurück. Mit Manni hatte sie sich ausgemacht, eine SMS zu schicken, sonst sollte der neue Freund die Polizei alarmieren - was Manuel S. schließlich tat.

Fast drei Monate lang durfte der 30-jährige Berufschauffeur hoffen, dass seine neue Liebe noch lebt. Doch mit jedem Tag schwand die Hoffnung - zumal immer schlimmere Geschichten über den "Ziehvater" von Anita und deren Schwester Szilvia auftauchten. Wie berichtet, hatte der vorbestrafte Triebtäter die Mädchen großgezogen, missbraucht und mit falscher Liebe geblendet. Als Anita sich befreien wollte, musste sie sterben.

Erst am Mittwoch ergab ein DNA-Test, dass die Überreste einer Leiche, die auf einer Müllhalde in der Slowakei gefunden wurden, von Anita K. stammen. Der Mörder hatte sie brutal verstümmelt und ihren Körper dort verbrannt.

ÖSTERREICH: Herr Schuster, wie geht es Ihnen jetzt, da definitiv feststeht, dass Anita tot ist? MaNUEL Schuster: Einmal so und einmal so. Es ist schon alles verdammt schwer für mich, denn ich habe bis zum Schluss noch immer ein wenig gehofft.
ÖSTERREICH: Sie haben ja vor dem Verschwinden von Anita gemeinsam eine Wohnung angemietet. Was machen Sie nun damit?
Schuster: Ich lasse den Winter jetzt einmal vergehen. Momentan will ich die Räume nicht betreten. Da hängen irgendwie zu viele Erinnerungen daran.
ÖSTERREICH: Und nach dem Winter?
Schuster: Dann werde ich die Wohnung Stück für Stück in aller Ruhe einrichten und später auch dort einziehen.
ÖSTERREICH: Hand aufs Herz. Haben Sie mit so einem tragischen Ende gerechnet?
Schuster: Dass er (ihr "Ziehvater"; Anm. d. Red.) sie umbringt, habe ich nicht geglaubt, aber dass er sie verschleppt, habe ich ihm schon zugetraut. Er hat sie ja auch geschlagen.
ÖSTERREICH: Erwin K. hat sich in der U-Haft erhängt. War das für Sie ein Schuldeingeständnis?
Schuster: Irgendwie schon. Ich bedauere diesen Menschen aber nicht.
ÖSTERREICH: Wie geht es Anitas Schwester Szilvia?
Schuster: Wir treffen uns seit der Todesmeldung regelmäßig und bauen uns auch gegenseitig auf. Das tut wirklich gut.
ÖSTERREICH: Wissen Sie schon, wo Anita beerdigt werden soll?
Schuster: Nein, aber das werde ich zusammen mit ihrer Schwester organisieren. Denn wir beide wollen einen Platz für Anita finden, an dem wir ihr nahe sein können.

Autor: Matthias Lassnig
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