So wird die EM abgesichert

Eurofighter & Co

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So wird die EM abgesichert

Die einzigen Flieger während der Spiele zur EURO 2008 im Umfeld der Stadien werden die des Bundesheeres sein. Flugverbotszonen zwei Stunden vor Spielbeginn bis eine Stunde nach dem Abpfiff, eine erkleckliche Anzahl von Abfangjägern, Hubschraubern und anderen Fluggeräten: Die Luftraumsicherung wird für das Bundesheer die zentrale Aufgabe bei der EURO 2008 sein.

Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) stellte am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien das Konzept der Streitkräfte zur EM vor. Bis zu 3.000 Soldaten sind im Juni im Einsatz.

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Luftraum-Überwachung
Eingesetzt werden die geleasten F-5E "Tiger" II, die Saab 105 Ö, die Pilatus PC-7 "Turbo Trainer" und auch fünf bis sechs Eurofighter. "Sie wissen, ich habe die Eurofighter nicht gekauft, aber wenn wir sie schon haben, dann sollten wir sie auch einsetzen", sagte Darabos. Schwierigkeiten, die Jäger in die Luft zu bekommen, gebe es nicht: "Welche Probleme?" fragte der Minister.

Weiters fliegt das Bundesheer mit den Hubschraubern der Typen S-79 "Black Hawk", Bell OH-58 B "Kiowa" und Agusta Bell 212. Auch das Luftraumüberwachungssystem "Goldhaube" kommt zum Einsatz. Mit den Nachbarländern gibt es Abkommen, unter anderem wurde der Austausch von Verbindungsoffizieren und von Luftlagedaten vereinbart.

Chemie-Labor in Wien
Auch zum sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz wird das Bundesheer herangezogen: In Wien wird ein chemisches Labor zur Identifizierung potenziell gefährlicher Materialien bereitgestellt, auch bei der ABC-Abwehr werden Soldaten mit entsprechenden Geräten helfen. Bundesweit sollen bis zu 2.800 Polizisten in den Kasernen des Bundesheeres untergebracht werden, auch Parkplätze und Ähnliches darf die Polizei nutzen.

Soldaten als Sanitätspersonal
Die Krankenhäuser des Heeres werden während der EURO maximale Aufnahmekapazität bereithalten. Außerdem sind pro Spiel in Wien 400 Soldaten, in den anderen Host Citys 200 Soldaten als Sanitätspersonal abgestellt. Darüber hinaus hat Wien für an den anderen EURO-Tagen 100 Bundesheer-Angehörige zum Patienten-Transport angefordert. Auch Protokollarisches gehört zu den Bundesheer-Aufgaben. Die Garde und die Gardemusik sind bei Staatsbesuchen wie üblich im Einsatz.

Sieben Mio Euro Kosten
Die Kosten des Bundesheer-Einsatzes bei der EURO bezifferte der Verteidigungsminister mit rund sieben Millionen Euro. Über jene drei Millionen, die der Assistenzeinsatz für die Exekutive kostet, werde mit dem Innenministerium bezüglich einer Aufteilung verhandelt. Den Host-Bundesländern werden 1,7 Millionen Euro nachgesehen. So viel kosten die Leistungen für die Länder.

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