Soldaten jagen Störche

Vogelscheuchen

Soldaten jagen Störche

Es ist ein vermeintlich ungleicher Kampf. Auf der einen Seite: Softdrink-Gigant „Red Bull“ (31,7 Milliarden Euro wert), dazu das österreichische Bundesheer. Auf der anderen Seite: 27 Weißstörche. Die aber könnten jetzt doch auf dem längeren Ast sitzen.

Denn: Die Durchführung der Flugshow „Airpower11“ Anfang Juli in Zeltweg ist ernsthaft gefährdet. Am 1. und 2. Juli sollten die besten Flugstaffeln der Welt in der Steiermark mit ihren PS protzen – nun aber könnten sie von ein paar „Storch-Stärken“ ausgebremst werden. Denn ein derart großer Vogel könnte ein Flugzeug nämlich zum Absturz bringen, wenn er ins Triebwerk gerät.

Pech für die Veranstalter: Die Störche haben sich aus­gerechnet in unmittelbarer Nähe des Fliegerhorstes Hinterstoisser in Aichfeld angesiedelt. Die Tiere sind durch herkömmliche Mittel, wie Lärmentwicklung, nicht zu vertreiben. Die Vögel sind an Eurofighter und Hubschrauber bestens gewöhnt.

Das Naturschutzzentrum Bruck suchte mit Militärs nach anderen Lösungen. Zunächst wurde versucht, Plastikstörche aufzustellen, um die Tiere vom Flugfeld wegzulocken – erfolglos.

Vertreibung
Jetzt werden 30 Soldaten als lebende ­Vogelscheuchen eingesetzt. Gestern startete die „Kommandoaktion Storch“. Von 5 Uhr früh bis 22 Uhr soll Druck auf die Störche ausgeübt werden. Immer wenn ein Vogel landet, wird er wieder aufgeschreckt. Dazu wird die Nachtruhe der Vögel gestört. Die Hoffnung: Die Tiere lernen, dass das Leben in Aichfeld nicht gerade stressfrei ist – und ziehen weiter.

Viel Zeit bleibt bis zum 1. Juli nicht mehr. Einen „Plan B“ haben die Veranstalter jedenfalls nicht. Abschießen käme nicht infrage.

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