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Sonde Rosetta schickt Kometen-Fotos

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Sonde Rosetta schickt Kometen-Fotos

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Die europäische Mission "Rosetta" erreicht ihren Höhepunkt: Am Mittwoch soll erstmals ein Mini-Labor weich auf einem Kometen landen. Nach zehnjähriger Reise hatte die "Rosetta"-Sonde mit dem Landegerät "Philae" an Bord am 6. August den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko erreicht. Seither umkreist sie ihn. "Philae" soll aus 22 Kilometer Höhe auf die Kometenoberfläche herabschweben. Es wird die erste Kometen-Landung in der Geschichte der Raumfahrt.

Jetzt hat die Sonde erstmals Nahaufnahmen vom Kometen geschickt. Die Mission befindet sich auf der Zielgeraden! Und:  Österreichische Wissenschafter/innen und Techniker/innen sind an der europäischen Rosetta-Mission maßgeblich beteiligt.

VIDEO: Österreichische Größen sprechen über die Rosetta-Mission

Video zum Thema Rosetta Pressekonferenz

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+++ Wir berichten am Mittwoch ab sechs Uhr LIVE in unserem großen LIVE-TICKER von der Landung +++

Diashow Raumsonde Rosetta: Die Fotos vom Kometen

Der Komet aus 3km Entfernung.

Die Sonde im Landeanflug.

Die Sonde im Landeanflug.

So jubelten die Wissenschaftler.

So jubelten die Wissenschaftler.

So jubelten die Wissenschaftler.

Rosetta landet auf Tschuri

Rosetta landet auf Tschuri

Rosetta landet auf Tschuri

Rosetta landet auf Tschuri

Rosetta landet auf Tschuri

Rosetta landet auf Tschuri

Rosetta landet auf Tschuri

Rosetta landet auf Tschuri

So schaut es auf 67P/Tschurjumow-Gerassimenko genannt "Tschuri" aus.

So schaut es auf 67P/Tschurjumow-Gerassimenko genannt "Tschuri" aus.

So schaut es auf 67P/Tschurjumow-Gerassimenko genannt "Tschuri" aus.

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Der Fahrplan
Nach den bisherigen ESA-Planungen soll sich "Philae" am Landetag um 9.35 Uhr mitteleuropäischer Zeit in einer Höhe von 22,5 Kilometern über dem Zentrum des Kometenkerns von der Muttersonde "Rosetta" lösen. Die Landung auf dem Vier-Kilometer-Brocken aus Eis, gefrorenem Gas und Staub ist dann um 16.30 Uhr vorgesehen, also rund sieben Stunden später.

landung_rosetta_grafik.jpg © APA

So funktioniert's im Detail
Die Sonde sollte am Mittwochmorgen ihre Umlaufbahn um den Kometen verlassen und dann Kurs Richtung Landeplatz "Agilkia" nehmen. Das Absetzen des Mini-Labors "Philae" ist aus einer Höhe von 22 Kilometern geplant. Die Landung von "Philae" am Nachmittag soll der Höhepunkt der vor zehn Jahren gestarteten Mission werden.

rosetta_grafik_landung.jpg © APA

Mit "Philae" wollen Wissenschafter einen Blick in die Kinderstube des Sonnensystems werfen. Kometen - eine Mischung aus Stein, Eis und Staub - sollen wie ein Kühlschrank Urmaterie vom Beginn vor 4,6 Milliarden Jahre enthalten. Der Landung des Mini-Labors am 12. November fiebern auch heimische Wissenschafter entgegen. Denn an Bord der Sonde und der Landeeinheit sind in Österreich bzw. mit österreichischer Beteiligung gebaute Instrumente.

Video: So wird die Raumsonde landen

Video zum Thema So wird die Rosetta-Raumsonde andocken

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Vor allem das Aufsetzen von "Philae" ist ein spannender Moment, da nicht bekannt ist, ob der Komet eine feste Oberfläche hat. Geplant ist, dass nach dem Aufsetzen des Landers zwei Harpunen in den Kometenboden gefeuert werden. "So dürfte sich "Philae" auch bei einem weicheren Untergrund festkrallen können", sagte Stephan Ulamec, der "Philae"-Projektleiter beim Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) in Köln.

Raumsonde Rosetta: Die wichtigsten Fakten 1/7
Warum sind Kometen für die Wissenschafter so interessant? Kometen gelten als Zeitkapseln. Sie sind Botschafter aus der Entstehungszeit des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren und bestehen aus Eis, gefrorenem Gas und Staub. Die Erforschung ihrer genauen Zusammensetzung kann ein neues Licht auf die Geschehnisse in der Frühzeit von Sonne, Erde und anderen Planeten werfen. Außerdem glauben manche Forscher, dass ein Teil des Wassers auf der Erde von Kometen-Einschlägen stammt - und wahrscheinlich auch viele organische Moleküle, die eine Schlüsselrolle bei der Entstehung des Lebens gespielt haben.
Wieso galten Kometen jahrhundertelang als Unglücksboten, die Kriege, Seuchen und Hungersnöte ankündigten? Die imposanten Expemplare unter den Schweifsternen hatten für unsere Vorfahren etwas Bedrohliches - weil sie plötzlich auftauchen, stellten sie aus damaliger Sicht die kosmische Ordnung in Frage. Heute wissen die Forscher, dass Kometen vom Rand des Sonnensystems stammen und sich ihre Gas- und Staubschweife bei der Annäherung an die heiße Sonne bilden.
Ist "Rosetta" die erste Mission zu einem Kometen? Nein. Forschungssonden sind bereits mehrfach nahe an Kometen vorbeigeflogen, beispielsweise am berühmten Halleyschen Kometen bei dessen bisher letzter Annäherung an die Sonne 1986. 2005 feuerte die US-Kometensonde "Deep Impact" ein Projektil auf den Kometen Temple 1 ab. Auch Asteroiden, die wie Kometen zu den Kleinkörpern im Sonnensystem zählen, waren bereits Ziel von Raumfahrt-Missionen. Der japanischen "Hayabusa"-Sonde gelang es 2005 sogar, Bodenproben auf dem Asteroiden Itakawa zu nehmen.
Was macht die "Rosetta"-Mission dann so einzigartig? Die am 2. März 2004 gestartete "Rosetta" ist die erste Sonde, die einen Kometen umkreist und nicht nur an ihm vorbeifliegt. "Philae" wiederum ist der erste Forschungsroboter, der zu einem "Ritt auf dem Kometen" gebaut wurde.
Warum hat die Reise "Rosettas" zum Kometen mehr als zehn Jahre gedauert? Weil "Rosetta" auf ihrer komplizierten Bahn mehrfach Schwung holen musste - dreimal bei Umrundungen der Erde, einmal passierte sie den Mars. Außerdem begegnete sie zwei kleinen Asteroiden. Seit ihrem Start hat "Rosetta" mehr als 6,4 Milliarden Kilometer zurückgelegt.
Warum wurde Tschurjumow-Gerassimenko als Ziel ausgewählt? "Rosettas" Zielkomet war ursprünglich ein anderer: Die insgesamt rund eine Milliarde Euro teure Mission sollte zum Kometen 46P/Wirtanen führen. Doch vor dem geplanten Start im Jänner 2003 gab es eine schwere Panne mit der damals neuen Version der europäischen Ariane-5-Rakete - mit der Folge, dass "Rosetta" am Boden blieb und das Startfenster zum Kometen Wirtanen verpasste. Sozusagen als Ersatz suchten die Forscher dann als Reiseziel Tschurjumow-Gerassimenko aus, den die Wissenschafter auch "Tschuri" nennen.
Was wissen die Forscher über den Zielkometen?  "Tschuri" wurde 1969 von den Forschern Klim Tschurjumow und Swetlana Gerassimenko entdeckt. Schon die ersten "Rosetta"-Bilder zeigten, dass der Brocken von wenigen Kilometern Durchmesser aus zwei deutlich getrennten Teilen besteht - gleichsam einem "Kopf" und einem "Körper". Der Komet erinnert daher an ein Plastik-Entchen. Auf seiner Oberfläche gibt es steile Felsen und Brocken. Wissenschafter haben außerdem herausgefunden, dass "Tschuri" unter irdischen Bedingungen streng riechen würde - nach faulen Eiern, Pferdestall und beißendem Formaldehyd.


 

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