31. Juli 2010 21:47
Der Einsturz eines Teils eines dreigeschossigen Wohnhauses in Wien-Penzing
am Samstag hat Auswirkungen auf die U3: Nachdem Risse in dem nur drei Meter
unter dem Gebäude verlaufenden U-Bahn-Tunnel konstatiert wurden, sind die
Züge in dem Bereich - zwischen der Station Kendlerstraße und der Endstelle
Ottakring - vorläufig nur mit 25 km/h unterwegs. Darauf wiesen die Wiener
Linien am Sonntag hin.
Ältere Frau im Glück
Die Maßnahme sei aus
Sicherheitsgründen getroffen worden, um Vibrationen möglichst gering zu
halten, hieß es in einer Aussendung. Am Sonntag ab 22.00 Uhr soll die
Tunnelröhre noch einmal von Technikern untersucht werden. Deshalb wird zu
dieser Zeit ein Gleiswechselbetrieb eingerichtet.
Bei dem Einsturz ist entgegen ersten Befürchtungen niemand verletzt worden.
Eine ältere Frau, die in dem Gebäude wohnt, befindet sich derzeit im
Krankenhaus. Das wurde laut Feuerwehr bekannt, als sich die Enkelin der Dame
vor Ort meldete. Zuvor hatten Einsatzkräfte bereits via Drehleiter das
Obergeschoß abgesucht.
Wandteil landet in Baugrube
Bei dem betroffenen Gebäude handelt
es sich um einen Altbau in der Kendlerstraße, dessen Nebenhaus abgerissen
worden war, um einem Neubau Platz zu machen. In den vergangenen Tagen wurden
Arbeiten für das Fundament durchgeführt. Eingestürzt ist am Samstag die
frühere Trennmauer zwischen den beiden Gebäuden. Der Grund dafür ist noch
Gegenstand von Untersuchungen. Noch als die Feuerwehr mit dem Errichten
einer provisorischen Schutzwand beschäftigt war, brach ein zwei mal fünf
Meter großer Wandteil ab und landete in der Baugrube.
Darüber hinaus wurden die Einsatzkräfte von Bewohnern des gegenüberliegenden
Gebäudes zu Hilfe gerufen, in dem sich Teile der Stiege zwischen erstem und
zweiten Stock gelöst hatten. Die Feuerwehr vermutet, dass dies durch die
Erschütterung ausgelöst wurde, zumal bereits Schäden vorhanden gewesen seien.