Spektakulärster Prozess seit Jahren

Doppelmord

© Schwarzl

Spektakulärster Prozess seit Jahren

Erstochen, geschändet, verstümmelt: Was der mutmaßliche Doppelmörder von Rohrbach seinen Opfern angetan hat, sucht seinesgleichen. Der Täter wird bereits mit Jack Unterweger, der in den 80er-Jahren mehrere Prostituierte bestialisch ermordete, verglichen. Morgen steht der 25-jährige Bernhard F. in Linz vor Gericht.

Lust am Töten

Der Arbeitslose soll am 25. Mai 2009 die Obdachlose Margarete Hofer mit einem Gürtel bewusstlos gewürgt und danach gut 60 Mal auf sie eingestochen haben. Seine Begründung laut Anklage: Weil er "wissen wollte, wie das ist, wenn man jemanden umbringt“. Ein Jahr später schlug er erneut zu – in gesteigerter Form: "So etwas habe ich noch nie gesehen“, sagte einer der Kriminalisten am 22. März. An dem Tag war die Leiche von Andrea Friedl (47) entdeckt worden. Die Bekannte von F. war brutal zugerichtet worden. Der Angeklagte soll die Frau nach einem Annäherungsversuch niedergeschlagen und gewürgt, 25 Mal auf sie eingestochen und sich an der Leiche auf abstoßendste Weise vergangen haben.

Potenzial zum Serienmörder

Ein Gutachten nennt F. "hochgradig gefährlich“. Er habe ein gestörtes Verhältnis zu Frauen und Sex, sadistisch-perverse Neigungen. Es bestehe Wiederholungsgefahr. Der Staatsanwalt klagt F. – es gilt die Unschuldsvermutung – des Mordes an, fordert die Einweisung. Für Verteidiger Andreas Mauhart unverständlich: Trotz Abnormität soll F. bei den Taten zurechnungsfähig gewesen sein.

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