Sprit-Preis auf Rekord-Hoch

1 l Super um 1,33 €

Sprit-Preis auf Rekord-Hoch

Jetzt gibt es wieder Bewegung am Spritpreismarkt. Die Autofahrer müssen an der Tankstelle jetzt immer tiefer in die Tasche greifen. In den vergangenen zwei Tagen sind die Spritpreise sprunghaft angestiegen, schlägt etwa der Autofahrerklub ARBÖ Alarm.

Eurosuper kostete am Freitag satte 1,177 Euro pro Liter. Das ist das höchste Niveau im heurigen und auch im vergangen Jahr. Man muss bis ins Rekordjahr 2008 zurückgehen, um im damaligen Oktober so hohe Preise bei Eurosuper anzutreffen wie jetzt. Ganz ähnlich ist die Preislage bei Diesel: Im Schnitt kostet Diesel heute 1,066 Euro und erreichte damit erstmals wieder die Spitze von November 2008.

ARBÖ & ÖAMTC vermuten Spekulanten beim Sprit
Hintergrund: In den vergangenen zwei Tagen hatte sich Eurosuper in Österreich um fünf Cent, Diesel um 4,8 Cent pro Liter verteuert. Während der Ölpreis und auch der Euro eher stabil geblieben sind, stiegen die Spotmarktpreise in Rotterdam seit Mitte Februar ständig und in den letzten Tagen auffallend stark. Es verstärkt sich damit der Eindruck, dass bei Eurosuper gefinkelte Spekulanten am Werk sind, meint der ARBÖ.

In Deutschland ermittelt jetzt sogar die Bundeswettbewerbsbehörde. Lydia Ninz vom Arbö: „Anfang des Jahres gab es Fälle von Autobahntankstellen mit extrem hohen Preisen, wir haben das der Wettbewerbsbehörde gemeldet, die sich dafür sehr interessiert.“ VP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner beruhigt: In Österreich ist Tanken billiger als in vielen anderen europäischen Ländern. Anfang März kostete Eurosuper 95 hierzulande durchschnittlich 1,143 € pro Liter brutto, im EU-27-Schnitt waren es 1,295 €. Damit liegt der Preis für Eurosuper um 15,21 Cent unter dem europäischen Mittelwert. Diesel war mit 1,038 Euro je Liter um 7,98 Cent billiger als im EU-Schnitt (1,118 Euro).

ÖAMTC-Expertin Elisabeth Brandau erläutert, warum der Spritpreis dennoch viel zu hoch ist:

  • „Der Spotmarkt ist völlig intransparent und unerforscht. Solche Spekulationsgeschäfte sollen nicht Grundlage für die Preise an den Tankstellen sein.“
  • „Mineralölfirmen finden laufend Möglichkeiten der Intransparenz. Zuletzt waren ‚wegen technischer Probleme‘ Preisangaben im Internet nicht möglich.
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