Steffi P.: Neue Spur im blutigen Krimi

Mordfall

Steffi P.: Neue Spur im blutigen Krimi

Der Kriminalfall schockte 2010 das Land: Philipp K., 23 Jahre jung, Jusstudent mit Milchbubigesicht aus dem noblen Bezirk Hietzing, ermordete seine Ex-Freundin Stefanie P. (21) bestialisch.

In der Nacht auf den 2. Juli stach er in seiner Wohnung rund 200 Mal mit dem Messer auf sie ein, Stefanie war binnen Minuten tot. Anschließend zerstückelte Philipp ihre Leiche und entsorgte sie eiskalt im Müll.

Philipp K. bestritt den Mord vehement. Doch ein Dreivierteljahr später sprach ihn ein Geschworenengericht einstimmig wegen Mordes schuldig. Seitdem sitzt er seine lebenslange Haftstrafe in einem Trakt für geistig abnorme Rechtsbrecher in Stein (NÖ) ab.

Heute, zweieinhalb Jahre später, spielt der 25-jährige Philipp K. in seiner Zelle mit Vorliebe auf einem Keyboard – und hofft darauf, dass sein Verfahren neu aufgenommen wird. Denn laut ÖSTERREICH-Informationen engagierte seine Mutter Margit K. auf Anraten von Anwältin Astrid Wagner einen bekannten ehemaligen Wiener Kripo-Oberst als Privatdetektiv, der in monatelangen Ermittlungen jetzt Brisantes herausfand.

Die vier Details:
Der Privatermittler trieb einen neuen Zeugen auf, der bisher von den Behörden nicht einvernommen wurde. Dieser neue Zeuge sagte aus, dass ein Bekannten von Philipp K. ein Snuff-Video mit dem Mordopfer Stefanie P. plante. Bei Snuff-­Videos wird ein Mord filmisch aufgezeichnet und dann ins Internet gestellt. War also der Mord an der hübschen Studentin geplant?

Der Ex-Polizist stieß bei seinen Ermittlungen auf ein brutales Snuff-Video, das vom Muster her dem Mordfall Stefanie P. gleicht. Das Opfer in diesem Video wird mit Hunderten Messerstichen getötet. Die Frage: War dieses Video Vorlage für den Mord an Stefanie P. oder wurde dieses brutale Video gar von den Mördern Stefanies produziert? Die heiße Spur des Detektivs führt jedenfalls tief hinein in die deutschsprachige Snuff-Video-Szene.

Parallel dazu stöberte der Ermittler zwei neue DNA-Spuren auf Handschuhen, die im Müll lagen, auf: Neben den DNA-Abdrücken von Stefanie P. sollen sich darauf Spuren von zwei bisher nicht identifizierten Personen befinden – von einer Frau und einem Mann, beide für die Behörden bisher unbekannt.

Ebenfalls rätselhaft: Kurz vor ihrem Tod kaufte Stefanie P. eine Marlboro-Packung, die Zigaretten wurden aber weder am Tatort noch im Umkreis der Wohnung gefunden. Wer hatte Interesse, dass die Packung verschwand?

Anwalt Nikolaus Rast, der Philipp K. vertritt, sagt zu ÖSTERREICH: „Ich bin von der Unschuld von Phi­lipp K. überzeugt. Mein Ziel ist die Wiederaufnahme des Verfahrens. Die neuen Ermittlungsergebnisse sind nachvollziehbar.“


Jochen Prüller, Manfred Schröfl

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